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Film verrückt
Tipps von Lars Johansen

Lars Johansen

In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.

 
Auf DVD mag ich heute auf „CAVEAT Die Warnung“ hinweisen, einen äußerst merkwürdigen, geradezu experimentellen phantastischen Film. Ein Mann soll eine junge Frau bewachen, die psychische Auffälligkeiten zeigt. Aber irgendwie scheint alles ganz anders zu sein und auch die Zeitebenen beginnen sich zu vermischen. Das ist intelligentes Kino, das Konzentration erfordert, welche sich aber lohnt.


Bei „Comtesse des Grauens“ handelt es sich um einen sehr schönen atmosphärischen Horrorfilm aus den frühen 70er-Jahren, welcher von Peter Sasdy gedreht wurde. In dieser Hammer-Produktion wird wieder einmal die Geschichte der sogenannten „Blutgräfin“ Bathory aus Ungarn erzählt, welche angeblich im Blut von Jungfrauen badete, um für immer jung zu bleiben. Bei PIDAX auf Blu-ray erschienen, vermögen Bild, Ton, Extras und auch der Film selber zu überzeugen. Eigentlich wird eine Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, die mit Elementen des Phantastischen angereichert ist.


Im Moritzhof gibt es wieder Wissenschaftskino zu sehen. Und weil es von der Stadt und dem „SILBERSALZ Science & Media Festival“ aus Halle veranstaltet wird, hat es den Vorteil, zum einen   kostenlos zu sein und zum anderen, im Anschluss an den Film, nicht nur mich als Moderator, sondern vor allem Prof. Dr. Ortwin Renn und Prof. Dr. Anne Albrecht aufbietet, die sich wissenschaftlich mit dem Thema Angst beschäftigen. Der dazu gehörige Film heißt „The Scent of Fear“ und hat mit der Erzählstimme von Katja Riemann auch eine bekannte Akteurin vorzuweisen. Es geht um Angst und den Umgang mit ihr, aber auch darum, wie Angst unser Handeln zu bestimmen vermag. Unbedingt sehenswert und nur am 23.5. um 18 Uhr kann man das tun. Allen, die da keine Zeit haben, empfehle ich unbedingt „Wenzel – Glaubt nie, was ich singe“. Der läuft öfter und ist ebenfalls unbedingt sehenswert, wenn man Wenzel, den lebensweisen Liedermacher und Ex-Clown mag.

Seite 12, Kompakt Zeitung Nr. 233