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Film verrückt
Tipps von Lars Johansen

Lars Johansen

In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.

 
„A Werewolf in England“ ist eine drei Jahre alte Werwolfkomödie, die frisch auf DVD herausgekommen ist. Nein, es handelt sich dabei gewiss nicht um den gelungensten Film aller Zeiten, aber es gelingt dem Regisseur Charlie Steeds, mit einem kleinen Etat aus dem altbackenen Thema einen schrägen Horrorfilm zu basteln, der sich vor Geschmacklosigkeiten aller Arten nicht drückt und handgemachten Schrecken ohne andauernde Computertricks anzubieten hat. Das macht durchaus Spaß, auch wenn man die Billigkeit an allen Ecken und Enden spürt. Aber durch die charmante Präsentation wird das mehr als wettgemacht. Die Geschichte eines zum Tode verurteilten Häftlings und seines Bewachers, die in einem Gasthaus absteigen, das von Werwölfen angegriffen wird, entwickelt eine eigene Qualität.


Auch „Das Unheimliche“ ist dem fantastischen Kino zuzurechnen. Der Episodenhorrorfilm von 1977 wird von Peter Cushing zusammengehalten, den man als Frankenstein oder Dr. van Helsing aus den alten Hammer-Filmen kennt. Hier ist er schon ein älterer Herr, der uns zu beweisen versucht, dass Katzen eigentlich ganz furchtbare Lebewesen sind, welche die Menschen vernichten wollen. Natürlich ist das alles nicht ganz ernst gemeint und so kommt der schwarze Humor nicht zu kurz, auch wenn die einzelnen Episoden durchaus unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Wer den altmodischen britischen Grusel mag, der wird sich hier ganz gut unterhalten fühlen.


„Im Kino” möchte ich heute einen Ausflug ins Roncalli-Haus empfehlen. Dort führe ich nämlich am 21. Juni in den wunderbaren polnischen Film „Corpus Christi“ ein. Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt e. V. statt. „Spaltung und Versöhnung im Film“ ist das Oberthema und für dieses steht der Film beispielhaft. Ein junger Ex-Häftling übernimmt aufgrund einer Verwechslung die Priesterstelle in einem kleinen Ort und es gelingt ihm, dort Versöhnung zu schaffen. Aber dann holt ihn seine Geschichte ein. Unbedingt sehenswert.

Seite 22, Kompakt Zeitung Nr. 234

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