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Film verrückt

Tipps von Lars Johansen

In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken. Sehr unauffällig, und in den Geschäften auch nur schwer zu finden, ist vor ein paar Wochen „Young Sherlock Holmes“ auf Blu-ray erschienen. Der ist schon 38 Jahre alt, hieß damals in den Kinos „Das Geheimnis des verborgenen Tempels“ und war schlicht großartig. Denn in dieser Steven-Spielberg-Produktion wurde kindgerecht die erste Begegnung von Holmes und Watson als jugendliche Helden erzählt. Mit einem Hauch von Tragik, vielen Anspielungen für Fans von Sherlock Holmes und der vermutlich ersten CGI-Szene in einem Kinofilm wird eine schwungvolle Geschichte verfilmt, die auch heute noch (nicht nur Kinder) zu überzeugen weiß. „The Pope’s Exorcist“ dagegen ist ein aktueller Film mit Russell Crowe, der hier Pater Gabriele Amorth, den tatsächlichen (ehemaligen) Chef-Exorzisten des Papstes verkörpert. Dieser wird von Franco Nero gespielt und es geht um eine jahrhundertealte Verschwörung vom Teufel und der spanischen Inquisition, die in der Gegenwart des Films, den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, einen kleinen Jungen infiziert, welcher fortan von einem Dämon besessen ist. Das klingt nicht gerade originell, aber dank eines gut aufgelegten Crowe, der durchaus Humor einfließen lässt, unterhält die Angelegenheit mehr als passabel.


Im Kino kann man am 14.7. in einer Preview im Rahmen der „Frankopholie“ im Moritzhof wieder einmal einen Film sehen, der es hoffentlich auch regulär in die Kinos schafft. „Forever Young“ wurde von Valeria Bruni Tedeschi realisiert und zeigt eine Schauspielschule, das „Théatre des Amandiers“, Anfang der 80er-Jahre. Die Schule gibt es wirklich, die Regisseurin hat dort Schauspiel studiert und auch den damaligen Leiter Patrice Chéreau, einen herausragenden Theater-(und Film-)Regisseur hat sie nicht erfunden. Dieser auch ein wenig autobiografische und zugleich fiktive Rückblick auf eine Zeit, als Theater sich (wieder einmal) veränderte, ist nicht nur für am Theater Interessierte unbedingt ansehbar.

Seite 30, Kompakt Zeitung Nr. 236

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