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„Als Kind wollte ich Straßenmusikerin werden.“

Hanna Diefert

Kunst ist vieles und doch assoziiert jeder unterschiedliches damit. Eva-Maria Mandok macht Kunst vor allem für sich selbst. Sie beschreibt es als eine meditative Art und Weise, sich neuen Perspektiven zu öffnen und anderen die Chance zu geben, diese ebenfalls zu betrachten.


1975 in Feucht bei Nürnberg geboren, beschreibt Eva-Maria Mandok ihren Weg zur Kunst als „alles andere als gerade“. Sie hat zwar als Kind schon gerne gemalt und sich mit haptischen Dingen beschäftigt, ist jedoch erst später zur Kunst gekommen. Trotzdem wollte sie nie „nur vor dem Computer“ sitzen und Eintöniges erleben. Auf die Frage hin, was denn ihr eigentlicher Berufswunsch war, antwortete sie: „Als Kind wollte ich Straßenmusikerin werden.“ Da sie jedoch nach eigener Aussage musikalisch nicht so begabt ist wie künstlerisch, hat sich ihr Kindheitstraum, als Straßenmusikerin kreativ zu werden, nicht erfüllt. Allerdings trauert die Künstlerin diesem nicht nach. Von der Straßenmusik spann sie den Gedanken schließlich zur „Straßenmalerei“ weiter.


Zunächst arbeitete sie jedoch von 1991 bis 1997 als Raumausstatterin, übte aber in den folgenden Jahren auch diverse andere Tätigkeiten, beispielsweise in der Gastronomie, aus. Und auch als Fahrradkurier war sie bereits unterwegs. Irgendwie war da trotzdem immer dieses Gefühl, etwas anderes machen, ja sogar „erschaffen“ zu wollen, wie man in der Kunst so schön sagt.


Ihre Liebe zur Kunst und Gestaltung brachte sie schließlich zur Akademie der bildenden Künste. Von 2002 bis 2008 studierte sie dort Bildhauerei.
Eva-Maria Mandok arbeitet mit Formen im figürlichen Bereich und nutzt hierfür verschiedene Materialien und Techniken. Von Holz über Papier bis hin zu Bronze. Ihre Werke sind ebenso in sich ruhend wie abwechslungsreich. Bei der Erstellung ihrer Kunstwerke setzt die gebürtige Fränkin gerne auf Kontraste und spielt mit Farben und Formen, um Spannung zu erzeugen. Oftmals treffen hart und weich, schwarz und weiß aufeinander. Häufig spiegeln von ihr erschaffene Figuren den Alltag wider und symbolisieren trotz ihrer Bewegung eine Art Ruhe, die sich auf den Betrachter übertragen kann.


Obwohl sie Bildhauerei studierte, ist Eva-Maria Mandok der Malerei ebenfalls treu geblieben. Ihre Werke konnte sie schon in vielen Ausstellungen zeigen, nimmt dieses Jahr jedoch das erste Mal in Magdeburg an der KUNST/MITTE teil. Besonders freut sie sich darauf, mit ihren Kunstwerken eine Atmosphäre zu kreieren, in der sich die Besucher wohlfühlen und mit ihr in Kontakt treten können. Ihr ist es wichtig, neben den Werken auch den Raum zu gestalten und so eine Art Gesamtkunstwerk herzustellen. Denn Kunst soll wirken – und das nicht nur von einer Perspektive aus.   

Seite 23, Kompakt Zeitung Nr. 238

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