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18,3 Prozent Beschäftigte im Niedriglohnsektor in Sachsen-Anhalt

Gegenüber April 2022 sank der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohnsektor von 23,1 Prozent auf 18,3 Prozent im April 2023, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt. In Deutschland sank diese Quote im selben Zeitraum von 19,1 Prozent auf 16,3 Prozent.

 

153.000 Jobs wurden im April 2023 unterhalb der Niedriglohnschwelle von 13,04 Euro je Stunde vergütet. Das waren 45.000 weniger als noch im April 2022. Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse insgesamt sank um 19.000 beziehungsweise zwei Prozent, womit die Anzahl der Jobs im Niedriglohnsektor deutlich stärker abnahm als die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse insgesamt.

 

Im Zeitraum April 2022 zu April 2023 stieg der Mindestlohn von 9,82 auf 12 Euro je Stunde. Diese Verdienstentwicklung beeinflusste die Zahl der Jobs im Niedriglohnsektor. Der mittlere Bruttostundenverdienst betrug im Vergleich 17,24 Euro im April 2023 in Sachsen-Anhalt.

 

Frauen waren mit einer Quote von 20,8 Prozent stärker im Bereich der Niedriglohnjobs tätig als Männer mit 16 Prozent. Im Produzierenden Gewerbe lag der Anteil der Jobs im Niedriglohnbereich mit 10,5 Prozent deutlich unter dem Anteil der im Dienstleistungssektor Beschäftigten mit 20,4 Prozent.

 

Nicht in die Berechnungen einbezogen wurden entsprechend der Gültigkeit des Mindestlohngesetzes Auszubildende, Praktikanten sowie Minderjährige.