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Magdeburger Telemann-Festtage: die 2. Festivalwoche

Das erste Festival-Wochenende der 26. Magdeburger Telemann-Festtage (08. bis 17. März 2024) startete mit hochkarätig besetzten Konzerten und der Opernproduktion „Sieg der Schönheit“ in Kooperation mit der Akademie für Alte Musik und dem Theater Magdeburg. Zu den Höhepunkten der zweiten Woche gehören die Aufführung des Brockes-Oratoriums, eines historisches Pasticcio mit Musik von Telemann, Keiser, Händel und Mattheson, das Gastspiel des Theaters Heidelberg mit Reinhard Keisers Oper „Nebucadnezar“ mit Dorothee Oberlinger am Dirigentenpult sowie das festliche Abschlusskonzert mit Michael Schneider und dem Ensemble La Stagione Frankfurt.

Foto: Susanne Reichardt

Die erste Aufführung in unserer Zeit erlebte Keisers „Nebucadnezar“ mit einer Inszenierung für das Barockfest „Winter in Schwetzingen“ 2023/24. Die Oper entstand 1704 für die Hamburger Gänsemarktoper. Dass diese kein höfisches Theater, sondern ein Theater der Bürgerschaft war, merkt man dem Stück deutlich an – es geht um großes Drama, verstrickte Familienbeziehungen, Liebesgeschichten im Stile einer Telenovela, aber auch um die ewigen Themen von Hochmut und Niedergang, Bestrafung und Gnade. Das Werk erzählt die biblische Geschichte des babylonischen Königs Nebucadnezar, der von Träumen verfolgt und in den Wahnsinn getrieben wird. Das Philharmonische Orchester Heidelberg wird von Dorothee Oberlinger dirigiert, Regie bei der „schönsten Seifenoper des Barock“ (DIE WELT) führte Felix Schrödinger. In Magdeburg ist die Inszenierung am Freitag, den 15. März, um 19.30 Uhr, im Opernhaus zu erleben.

 

In der Fastenzeit verschiedener Jahre ab 1719 kamen in Hamburg im Abstand nur weniger Tage Passionsoratorien von Reinhard Keiser, Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Johann Mattheson zur Aufführung. Ihnen liegt die berühmte Poesie des Hamburger Dichters und Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes zugrunde. Der jährlichen Aufführung der vier Passionen folgte zuweilen eine fünfte, die als „Best-of“ die musikalischen Highlights der vier Komponistenkollegen in einem Programm vereinte. Die meisten Nummern für das Passions-Pasticcio wurden dabei vom Telemann und Keiser beigesteuert. In Magdeburg kommt das dramatische und effektvoll gestaltete Werk, in der Interpretation des Salzburger Ensembles „BachWerkVokal“ zur Aufführung, und zwar am Samstag, den 16. März, um 15 Uhr, im Festsaal des Herrenkrug-Hotels.

 

Opernarien von Telemann und Keiser sowie Instrumentalmusik stehen hingegen auf dem Programm des Abschlusskonzertes der Magdeburger Telemann-Festtage am Sonntag, den 17. März, um 16 Uhr, im Opernhaus. Die beiden Komponistenkollegen aus Sachsen-Anhalt begegneten einander erst in Hamburg, wo sie beide die Geschicke der dortigen Oper am Gänsemarkt leiteten. Das Theaterhaus, das von 1678 bis 1738
bestand, wurde als erstes bürgerliches Opernhaus im deutschsprachigen Raum berühmt. Das heißt, der Erfolg des Spielplans hing vor allem von den verkauften Tickets ab. Und das erforderte Ideenreichtum, denn nicht weniger als 2000 Plätze waren dort zu füllen! Das schafften Georg Philipp Telemann und Reinhard Keiser vor allem, indem sie packende Opernstoffe musikalisch effektvoll mitreißend auf die Bühne brachten.

 

Die Sopranistinnen Marie-Sophie Pollak, Julia Kirchner und der Bariton André Morsch präsentieren im Abschlusskonzert der Telemann-Festtage im Opernhaus ein abwechslungsreiches Programm mit Arien aus Telemann Opern „Emma und Eginhard“, „Pimpinone“, „Damon“ und „Germanicus“ sowie von Keisers Opern „Claudius“, „Jodelet“, „Croesus“, „Nebucadnezar“ und „Tomyris“. Begleitet werden sie vom renommierten Alte-Musik-Ensemble „La Stagione Frankfurt“ unter der Leitung von Michael Schneider.

 

Der gesamte Programmüberblick ist unter www.telemann.de zu finden. Karten können ebenfalls online auf der Internetseite, an den bekannten Magdeburger Vorverkaufsstellen oder über die Ticket-Hotline 0391 540 40 00 erworben werden.

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