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Magdeburg: Zahl der Straftaten deutlich gestiegen

Die Anzahl der erfassten Straftaten für die Landeshauptstadt Magdeburg stieg im Jahr 2023 auf nunmehr 32.332 Fälle an (2022: 27.332; 2021: 23.286), wie aus den Ergebnissen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2023 hervorgeht. Dies entspricht einem Anstieg um 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Häufigkeitszahl für Magdeburg (Straftaten pro 100.000 Einwohner) liegt demnach bei 13.507 (2022: 11.572; 2021: 9.876). Von den erfassten Straftaten konnten 19.456 Fälle aufgeklärt werden, womit die Aufklärungsquote bei 60,2 Prozent liegt.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Migrationsbewegungen werden die Daten zur Kriminalitätslage in der Landeshauptstadt Magdeburg zunehmend von aufenthaltsrechtlichen Verstößen beeinflusst. Im Deliktsbereich der Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz, das Asylverfahrensgesetz und das Freizügigkeitsgesetz sind die Fallzahlen 2023 gegenüber dem Vorjahr 2022 (2.334) auf insgesamt 3.519 Fälle gestiegen. Diese Steigerung lässt sich vornehmlich mit dem Betreiben der Landesaufnahmeeinrichtung (LAE) in Magdeburg begründen.

 

Im Jahr 2023 wurden insgesamt elf Straftaten gegen das Leben erfasst, darunter waren zehn Fälle von Totschlag sowie ein Fall in Bezug zu einem Schwangerschaftsabbruch. All diese Fälle konnten aufgeklärt werden.

 

Die Zahl der erfassten Sexualdelikte stieg von 399 auf 493 Fälle an. Die Aufklärungsquote beträgt hier 85,2 Prozent (2022: 82,7 %). In diesen Bereich fällt auch die sexuelle Belästigung, bei welcher ein Anstieg um acht Prozent verzeichnet wurde. Im Bereich des Verbreitens pornografischer Schriften stieg die Anzahl der Delikte im Jahr 2023 um 66 auf 175 Fälle.

 

Die Anzahl der erfassten Rohheitsdelikte, zu denen unter anderem Körperverletzungen, Bedrohungen und Raubdelikte zählen, stieg um 882 auf insgesamt 5.189 Fälle an. Hierbei wurden 3.218 Körperverletzungsdelikte, 1.158 Bedrohungen sowie 309 Raubstraftaten erfasst. Diebstahlsdelikte stellen mit 34,6 Prozent mehr als ein Drittel des gesamten Straftatenaufkommens der Landeshauptstadt dar. Insgesamt wurden 11.184 Fälle in diesem Zusammenhang erfasst (+1.362 Fälle).

 

Gegenüber dem Jahr 2022 (210 Fälle) stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche auf 294 Fälle an, wobei es in 142 der Fälle beim Versuch blieb. Die Aufklärungsquote konnte gegenüber 2022 um 3,8 Prozent auf 22,4 Prozent gesteigert werden. Am häufigsten versuchten die Täter, durch Aufhebeln der Terrassentür in das Innere zu gelangen.

 

Die Fallzahlen im Bereich der Rauschgiftdelikte sind mit 1.278 Straftaten aufgrund des starken Verfolgungsdruckes weiter auf hohem Niveau. Die Aufklärungsquote im Bereich der Rauschgiftkriminalität betrug 90,9 Prozent. Festgestellt werden muss auch, dass bei den Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 54 Fälle auf 293 Straftaten im Jahr 2023 erneut angestiegen sind. Es wurden bei diesen Delikten 119 weibliche (2022: 67) und 405 männliche (2022: 320) Polizeibeamte geschädigt.

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