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Projektidee „Grüner Stadtmarsch“ beim Bundespräsidenten

Magdeburger Unternehmenstrio bei „Woche der Umwelt“ in Berlin.

Thomas Fischbeck (MWG), Michael Saffé, Klaus-Dieter Schinkel (Pfeiffersche Stiftungen) Eva Gürke und Jakob Zillmann (Wobau) am Gemeinschaftsstand auf der Woche der Umwelt im Schloss Bellevue.
Foto: Jana Erdmann

 

Die Pfeifferschen Stiftungen als diakonische Komplexeinrichtung, die MWG-Wohnungsgenossenschaft Magdeburg und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH sind am 4. und 5. Juni bei der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue in Berlin vertreten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden hier ein zu einem attraktiven Fachprogramm, spannenden Diskussionen und einer großen Innovationsschau rund um eine nachhaltige Zukunft.

 

Magdeburger Trio und die Idee vom pluralen Quartier

 

Die drei Magdeburger Unternehmen präsentieren in Schloss Bellevue ihre gemeinsame Projektidee „Grüner Stadtmarsch Magdeburg – das plurale Quartier – gemeinnützig, genossenschaftlich, kommunal“. Die Idee dahinter ist, auf einer Brachfläche direkt an der Elbe ein soziales und nachhaltiges Stadtquartier mit Angeboten für alle Bevölkerungsgruppen zu gestalten. Die Pfeifferschen Stiftungen, die MWG und die Wobau wollen gemeinsam beweisen, dass attraktive Wohnlagen für alle Bevölkerungs- und Einkommensschichten möglich sind, wenn man sozial engagiert handelt.

 

Michael Saffé, Vorstand der Pfeifferschen: „Quartiersarbeit wirkt: Sie schafft Räume für Begegnungen und soziale Kontakte im unmittelbaren Wohnumfeld. Mit dem geplanten Quartierskonzept im ,Grünen Stadtmarsch’ soll das für die Bewohner und die Menschen in Magdeburg möglich gemacht werden.“

 

Thomas Fischbeck, Sprecher des Vorstands der MWG: „Die Idee von Magdeburgern für Magdeburger ist gemeinnützig, genossenschaftlich und kommunal aufgestellt. Wir wollen gemeinsam zeigen, dass Neubau in attraktiven Lagen in regionaler Verantwortung erfolgreich umgesetzt werden kann.“

 

Peter Lackner, Wobau-Geschäftsführer: „Die Entwicklung solcher beispielgebender Projekte im Herzen der Stadt ist auch eine Aufgabe für kommunale Unternehmen, der wir uns gern stellen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der MWG soll auch an diesem Projekt einmal mehr deutlich werden.“

 

Nachhaltig, ohne kurzfristige Renditeerwartungen

 

Die Bauherren wirtschaften satzungsgemäß mit nachhaltiger Perspektive und nicht mit kurzfristigen Renditeerwartungen. So ist die Bauweise auf die Verwendung von Baustoffen mit günstiger CO2-Bilanz ausgelegt. Das Quartier reagiert mit offenen Höfen, starker Begrünung und geringer Versiegelung auf aktuelle stadtklimatische Anforderungen.

 

Die Wärmeversorgung erfolgt über das städtische Fernwärmenetz, das durch ein Müllheizkraftwerk gespeist wird. Die Dächer werden als Gründächer mit PV-Paneelen für eine Eigenstromversorgung ausgelegt.

Durch die zentrale Lage mit Anbindung an das Radwegenetz und ÖPNV kann der Auto-Verkehr stark aus dem Quartier herausgehalten werden. Eine Befahrung ist lediglich für Not- und Rettungsdienste vorgesehen.

 

Quartiersmanagement für sozialen Zusammenhalt

 

Ein gemeinnütziges Quartiersmanagement soll darüber hinaus vor Ort ein aktives Wohnumfeld schaffen, das die Bewohner generationsübergreifend miteinander verbindet. Es aktiviert die Nachbarschaft zu eigenem Engagement und fördert den Dialog zwischen den Generationen, vermittelt Nachbarschafts- und Alltagshilfen und unterstützt selbstbestimmtes Älterwerden im Quartier. Bildungs-, Kunst- und Kulturveranstaltungen ergänzen das Quartiersleben, bilden Räume für regelmäßige Begegnungen und fördern damit Bürgerbeteiligung und Mitgestaltung vor Ort. So entsteht ein starkes Netzwerk aus Mietern, Wohnungswirtschaft, Gesundheitsdienstleistern, Gewerbetreibenden und Vereinen. Auf diesem Weg wird eine nachhaltige und gemeinschaftliche Lebensweise unterstützt, die den sozialen Zusammenhalt stärkt und die Lebensqualität im Quartier erhöht.

 

Rund 190 Ausstellende, Zukunftsthemen auf großer Bühne und mehr als 70 Fachforen

 

Bei der „Woche der Umwelt“ 2024 werden im Park von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, insgesamt rund 190 Ausstellende ihre Innovationen und Lösungen für mehr Umweltschutz präsentieren. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft hat dafür etwa 400 Bewerbungen mittels einer bundesweiten Ausschreibung gesichtet. Die Innovationsschau widmet sich hochaktuellen Aspekten zum Klima-, Umwelt- und Artenschutz: Am 4. und 5. Juni sollen Diskussionen und ein Talk des Bundespräsidenten mit jungen Menschen auf der Hauptbühne sowie mehr als 70 Fachforen frische Impulse und Lösungen liefern.  Zur Sprache kommen zum Beispiel Klimaneutralität und Energiesicherheit, Wasserstofftechnologie, Biodiversität und Ressourcenschutz, nachhaltiger Wandel und sozialer Zusammenhalt. Andere Themen sind Bildung, Digitalisierung, Infrastruktur und Wirtschaft.

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