Stadtansichten: Ungewöhnlicher Blick auf den Alten Markt
In dieser Serie stellen wir besondere historische Ansichten auf Magdeburg vor. Sie alle sind in der Sonderausstellung „Stadt im Blick: Magdeburg. Bilder aus sechs Jahrhunderten“ zu sehen, die vom 6. Dezember 2024 bis zum 18. Mai 2025 im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt wird. Insgesamt werden dort knapp 100 Gemälde, Grafiken und Porzellanarbeiten präsentiert.
Der Magdeburger Buchdrucker und Verleger Johann Daniel Müller veröffentlichte im Jahr 1701 das Blatt eines unbekannten Künstlers, das eine außergewöhnliche Ansicht des Alten Marktes zeigt. Die Darstellung des Platzes auf einem trapezförmigen Grundriss ermöglicht einen vollständigen Blick auf die architektonische Bebauung an allen Seiten des Marktes.
Der Alte Markt war der Kern einer Kaufmannssiedlung, die 965 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ab 1294 trug der Platz den Namen „Alter Markt“, um ihn vom Neuen Markt – dem heutigen Domplatz – zu unterscheiden. Als Zentrum des städtischen Lebens hatte der Alte Markt zahlreiche Funktionen. Die Marktstände der Fischer und Weißgerber weisen ihn als Ort des Handels aus. In der Platzmitte stand ab 1666 die Hauptwache, die aber 1723 wieder verlegt wurde. Das nebenstehende hölzerne Pferd und der Galgen verweisen auf die städtische Rechtsprechung und militärische Justiz, wobei das Pferd als Strafinstrument für Soldaten diente. Im 18. Jahrhundert konnte man hier auch Fastfood erwerben – direkt neben dem Reiterdenkmal boten Händler am Stand der Garbräter gebratenes Fleisch oder Fisch an.
Die dunklen Linien veranschaulichen die abgehenden Straßen und Gassen. In der Altstadt Magdeburgs gab es bis 1725 mehrere sogenannte „Förder“, Straßen mit starkem Gefälle. Neben dem 1698 neu erbauten barocken Rathaus verlief der Johannisförder, der als Fahrweg für den Warentransport diente und den Höhenunterschied zwischen Elbufer und Altstadtplateau ausglich. Am unteren rechten Bildrand lässt sich der Geländeabfall erahnen, wenn man die sechsspännige Kutsche betrachtet, die den steilen Weg hinabfährt.
Dorothea Hornemann
Sonderausstellung „Stadt im Blick: Magdeburg. Bilder aus sechs Jahrhunderten“ im Kulturhistorischen Museum Magdeburg (Otto-von-Guericke-Straße 68-73)
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt
Nr. 275 vom 12. März 2025, Seite 10
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