Rückgang bei BAföG-Empfängern in Sachsen-Anhalt

Im Jahr 2024 erhielten in Sachsen-Anhalt insgesamt 18.193 Personen finanzielle Unterstützung nach dem BAföG. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Damit sank die Zahl der Geförderten gegenüber dem Vorjahr um 5,0 %. Dieser Rückgang reiht sich in eine langfristige Entwicklung ein: Seit 2006 ist die Zahl der BAföG-Empfangenden kontinuierlich rückläufig. Mit dem aktuellen Stand wurde zudem der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung verzeichnet. Der höchste Stand war im Jahr 1992 mit 40.132 geförderten Personen erreicht worden.

 

Der durchschnittliche monatliche Förderbetrag lag 2024 bei 625 Euro pro Person, was einem Rückgang um 8 Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtsumme der ausgezahlten Fördermittel sank um rund 11 Millionen Euro auf etwa 91 Millionen Euro.

 

Ein Großteil der Geförderten – 12.092 Personen – waren Studierende. Die übrigen 33,5 % (6.101 Personen) entfielen auf Schülerinnen und Schüler. Studierende erhielten im Durchschnitt monatlich 675 Euro, Schülerinnen und Schüler 510 Euro. Auch in Bezug auf das Geschlecht zeigen sich Unterschiede: Der Frauenanteil unter den Geförderten lag mit 65,2 % deutlich über dem der Männer mit 34,8 %. Zudem waren 70 % der Geförderten unter 25 Jahre alt, während 78,5 % nicht mehr im Elternhaus lebten.

 

Neu eingeführt wurde mit dem Wintersemester 2024/2025 die sogenannte Studienstarthilfe, ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro für Studienanfängerinnen und -anfänger unter 25 Jahren, die bestimmte Sozialleistungen beziehen. Diese Förderung ist unabhängig vom regulären BAföG-Bezug. Insgesamt erhielten 238 Personen in Sachsen-Anhalt diese Unterstützung. Bei 66,0 % der Geförderten lag ein Leistungsbezug nach SGB II vor, bei 18,1 % Kinderzuschlag und bei 13,9 % Wohngeld. Die Studienstarthilfe soll vor allem jungen Menschen aus einkommensschwachen Haushalten den Zugang zum Studium erleichtern.

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