Eine Kulturreise in Barock und Steinzeit

Herausragende Kulturschätze, kulinarische Köstlichkeiten und gelebte Traditionen: Der Kompakt-Kultur-Reisebus startet am 19. November nach Goseck. Diesmal führt die Kulturreise zu einem kleinen Ort mit großer geschichtlicher Bedeutung. Das Highlight des Vormittags wird der Besuch des berühmten Sonnenobservatoriums. Die während des Mittelneolithikums vor etwa 6.900 Jahren errichtete Anlage ordnen Archäologen und Zeitforscher der Kultur der Stichbandkeramik zu. Die Anlage ist zusammen mit dem Fundort der Himmelsscheibe von Nebra, dem Großsteingrab Langeneichstädt, der Kreisgrabenanlage von Pömmelte und dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine Station auf der touristischen Straße „Himmelswege“. Im Rahmen einer geführten Tour erhalten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Entstehung und Funktion dieser prähistorischen Anlage, die als ältestes Sonnenobservatorium der Welt gilt. Besonders beeindruckend ist die Präzision, mit der die Anlage vor tausenden Jahren zur Bestimmung der Sonnenwenden genutzt wurde.

 

Das alte Schloss „Gozacha zivitas”, welches bereits im 9. Jahrhundert im Hersfelder Zehntregister erwähnt ist, gehört zu den Grenzburgen an der Saale. Das „castrum antiquissimum” war die Stammburg der Pfalzgrafen von Sachsen, die mit Friedrich I. um 1000 erstmals sicher als Gosecker Grafengeschlecht belegt sind. Friedrich I. erbaute neben der Burg eine St. Simeonskapelle als Grablege seines Geschlechtes. Die Söhne Adalbert, Dedo und Friedrich waren nicht nur für Goseck von Bedeutung. Adalbert (1000-1072) besuchte die Domschule in Halberstadt und wurde dort Domherr und 1032 Domprobst.

 

Nach dem informativen Rundgang gibt es ein stärkendes und gemütliches Mittagessen in der Schlossschenke Goseck. Das Restaurant überzeugt mit regionalen Spezialitäten und einer angenehmen Atmosphäre. Leider ist sowohl das Schloss Goseck als auch die Schlosskirche aufgrund laufender Sanierungsarbeiten für Besucher geschlossen, so dass man die beeindruckenden Bauwerke nur von außen bestaunen kann.

 

Am Nachmittag geht die Reise weiter nach Gleina. Dort erwartet uns eine interessante Führung durch das historische Jagdschloss, ein denkmalgeschützter Barockbau. Das Schloss wurde in seiner heutigen Form in der Zeit um 1739 erbaut, wahrscheinlich nach den Plänen des Leipziger Ingenieurs Dörffler. Es entstand eine hufeisenförmige, zweigeschossige Anlage mit einem mächtigen Mansardendach. Unter sachkundiger Leitung geht es durch die prachtvoll ausgestatteten Räume und es gibt spannende Geschichten aus der Vergangenheit des Schlosses zu erfahren. Besonders die Architektur und die kunstvollen Details werden die Besucher beeindrucken.

 

Zum Abschluss des Tages werden wir im Jagdschloss Gleina mit Kaffee und Kuchen verwöhnt und können in entspannter Runde die Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

 

Alle Infos zu den Kultur-Reisen erhalten sie im Kompakt Medienzentrum am Breiten Weg 114A oder telefonisch unter 0391/79294310.

Nr. 289 vom 8. Oktober 2025, Seite 30

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