Gemeinsames Gedenken in Magdeburg

Foto: Landeshauptstadt Magdeburg, Andrea Schwingel

Ein Jahr nach dem Angriff auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt bereitet die Stadt gemeinsam mit Kirchen, Religionsgemeinschaften, Vereinen und Initiativen eine Menschen-Lichter-Kette vor, die am 20. Dezember als stilles Zeichen des Gedenkens stattfinden soll. Der Anschlag hat viele Menschen tief getroffen und das Sicherheits- und Gemeinschaftsgefühl der Stadt nachhaltig beeinflusst. Mit der Lichterkette möchte die Stadtgesellschaft den Betroffenen und ihren Angehörigen Verbundenheit zeigen und zugleich den geschlossenen Weihnachtsmarkt als würdigen Ort des Erinnerns schützen.

 

Die Aktion umfasst zentrale Bereiche der Innenstadt, darunter den Breiten Weg, die Julius-Bremer-Straße, Jakobstraße und Ernst-Reuter-Allee. Ab 18.00 Uhr verteilen verschiedene Magdeburger Vereine mehrere tausend Kerzen an fünf markierten Ausgabestellen, die gut erreichbar um den Veranstaltungsbereich angeordnet sind. Die Teilnehmenden beginnen um 18.30 Uhr mit der Formierung der Lichterkette, die anschließend den gesamten Bereich lückenlos umranden soll. Um 19.00 Uhr steht die Kette vollständig, bevor um 19.02 Uhr ein zweiminütiges Glockengeläut das gemeinsame Gedenken akustisch begleitet. Gegen 19.30 Uhr wird die Kette geordnet aufgelöst.

 

Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris unterstreicht die Bedeutung des gemeinsamen Auftretens der Stadtgesellschaft: „Mit der Lichterkette werden wir ein weiteres Mal an die Opfer und Betroffenen des schrecklichen Anschlags erinnern und erneut den vielen Helferinnen und Helfern danken.“ Gleichzeitig betont sie den Zusammenhalt der Stadt, denn, so Borris weiter: „Gleichzeitig möchten wir zeigen, dass Solidarität, Vielfalt und Respekt in Magdeburg gelebt werden und unsere Stadt zusammenhält. Ich wünsche mir, dass sich viele Magdeburgerinnen und Magdeburger an der Menschen-Lichter-Kette am Abend des 20. Dezembers beteiligen!“

 

Zu den Erstunterzeichnern zählen die evangelische und katholische Kirche, islamische und jüdische Gemeinden sowie die Evangelische Allianz. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Vereine und Organisationen die Umsetzung, darunter die Landeshauptstadt, Jugendverbände, Kulturinitiativen, Feuerwehren und zivilgesellschaftliche Gruppen. Gemeinsam wollen sie ein sichtbares und zugleich ruhiges Zeichen setzen, das an das Ereignis erinnert und für ein respektvolles, solidarisches Miteinander in der Stadt steht.

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