Hygiene im Mittelalter

Parasiten, Zahnpflege und andere Herausforderungen

Wie sauber war ein Kloster im Mittelalter wirklich? Wer das Kloster Jerichow im Norden Sachsen-Anhalts besucht, denkt an Gebet, Stille und klösterliche Ordnung. Doch hinter den Backsteinmauern der Prämonstratenser-Chorherren gab es auch praktische Herausforderungen: Wie hielt man sich sauber? Wie pflegte man Zähne und Kleidung? Und wie ging man mit den ständigen Begleitern des mittelalterlichen Lebens wie Läusen und Flöhen um?

 

Wer denkt, das Mittelalter sei schmutzig gewesen, wird hier überrascht: Klöster wie Jerichow waren gut organisiert, auch wenn einige „Mitbewohner“ nicht immer fernblieben. Entdecken Sie das mittelalterliche Leben aus einer neuen Perspektive! Erleben Sie eine besondere Führung im Kloster Jerichow, die sich diesen Fragen widmet. Besucher erfahren, welche Rolle Waschungen, Seife und Zahnpflege im klösterlichen Alltag spielten.

 

Gleichzeitig wird deutlich, dass auch in gut organisierten Klöstern Parasiten kaum zu vermeiden waren. Die Führung bietet spannende Einblicke in mittelalterliche Gesundheitsvorstellungen und verbindet diese mit der Architektur und Geschichte des Klosters. Orte wie Dormitorium, Kreuzgang und Refektorium erzählen vom religiösen Leben und den praktischen Herausforderungen der Zeit.

Nr. 302 vom 29. April 2026, Seite 21

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