Mehr Gewerbe, mehr Bauprojekte

Gewerbeanmeldungen deutlich gestiegen

 

Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Sachsen-Anhalt insgesamt 6.604 Gewerbe angemeldet. Damit stieg die Zahl der Gewerbeanmeldungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent. Gleichzeitig meldeten die Gewerbeämter 5.078 Gewerbe ab, 1,1 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.

 

Der positive Saldo aus An- und Abmeldungen erhöhte sich dadurch von 769 im ersten Quartal auf 1.526 im ersten Halbjahr. In fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten wurden mehr Gewerbe angemeldet als im Vorjahreszeitraum. Besonders stark fiel der Zuwachs im Jerichower Land mit 19,0 Prozent aus. Es folgten Halle (Saale) mit 16,3 Prozent und der Burgenlandkreis mit 13,0 Prozent. Einzige Ausnahme war der Landkreis Wittenberg, wo die Zahl der Gewerbeanmeldungen um 18,8 Prozent zurückging.

 

Handel bleibt wichtigster Bereich

 

Die meisten Gewerbeanmeldungen entfielen erneut auf den Wirtschaftsabschnitt Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. Dort wurden 1.463 Gewerbe angemeldet, allerdings 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

 

Den stärksten prozentualen Zuwachs verzeichnete dagegen der Bereich Information und Kommunikation. Hier stieg die Zahl der Anmeldungen um 54,8 Prozent. Auffällig ist zudem der Anteil der Gewerbetreibenden mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit: 32,1 Prozent aller Neugründungen wurden von ihnen angemeldet.

 

Mehr Baugenehmigungen

 

Auch bei den Baugenehmigungen zeigt sich im ersten Halbjahr 2026 eine positive Entwicklung. Insgesamt wurden Genehmigungen für 1.319 Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt, 8,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 909 auf Wohngebäude, deren Zahl um 3,5 Prozent stieg. Bei den Nichtwohngebäuden wurden 410 Genehmigungen erteilt, ein Plus von 19,5 Prozent. 729 Vorhaben betrafen Neubauten.

 

Weniger genehmigte Wohnungen

 

Trotz der gestiegenen Zahl an Baugenehmigungen sollen mit den genehmigten Vorhaben insgesamt 1.313 Wohnungen entstehen. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent. 977 dieser Wohnungen entstehen in Neubauten, weitere Einheiten durch Baumaßnahmen im Bestand.

 

Die veranschlagten Kosten aller genehmigten Bauwerke summierten sich auf 709,1 Millionen Euro. Mit 450,1 Millionen Euro entfielen 63,5 Prozent davon auf Nichtwohngebäude. Die größte Unterkategorie bildeten dabei nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude mit 238 genehmigten Bauvorhaben.

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