Bauumsatz steigt leicht

Das Bauhauptgewerbe in Sachsen-Anhalt hat im ersten Halbjahr 2026 einen leichten Umsatzanstieg verzeichnet. Die 292 Betriebe aus Hoch- und Tiefbau sowie vorbereitenden Baustellenarbeiten erwirtschafteten von Januar bis Juni insgesamt 1,3375 Milliarden Euro. Damit lag der nominale Umsatz um 13,9 Millionen Euro beziehungsweise 1,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Preisbereinigt ging der Umsatz dagegen um 4,9 Prozent zurück.

Symbolbild

Besonders stark entwickelte sich der Straßenbau. Die Betriebe steigerten ihren nominalen Umsatz um 43,9 Millionen Euro beziehungsweise 18,4 Prozent. Auch im Wohnungsbau gab es ein kleines Plus von 4,0 Millionen Euro beziehungsweise 3,6 Prozent. Den größten Rückgang verzeichnete der gewerbliche und industrielle Tiefbau mit einem Minus von 27,6 Millionen Euro beziehungsweise 5,7 Prozent. Trotzdem entfiel weiterhin mehr als die Hälfte des Bauumsatzes auf den gewerblichen und industriellen Hoch- und Tiefbau.

 

Mehr Aufträge im Tiefbau

 

Die Auftragseingänge entwickelten sich deutlich positiver. Im ersten Halbjahr erreichten sie einen Gesamtwert von 1,5893 Milliarden Euro und lagen damit nominal 13,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Besonders der Tiefbau legte zu: Die Auftragseingänge stiegen insgesamt um 219,1 Millionen Euro beziehungsweise 22,2 Prozent.

 

Vor allem der sonstige öffentliche Tiefbau verzeichnete eine deutlich höhere Nachfrage. Hier nahm das Auftragsvolumen um 71,0 Millionen Euro beziehungsweise 48,7 Prozent zu. Im Hochbau gingen die Auftragseingänge dagegen um 25,8 Millionen Euro beziehungsweise 6,3 Prozent zurück. Preisbereinigt stiegen die Auftragseingänge insgesamt um 7,2 Prozent.

 

Weniger Beschäftigte

 

Ende Juni 2026 arbeiteten 16.975 Menschen im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts. Das waren 197 Beschäftigte beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigten arbeiteten an 122 Tagen und leisteten insgesamt knapp neun Millionen Arbeitsstunden. Die dafür gezahlten Entgelte beliefen sich auf 364,7 Millionen Euro und lagen damit 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

 

Die meisten Beschäftigten arbeiteten im Straßenbau. Dort waren 4.838 Menschen tätig, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Sie leisteten rund 2,5 Millionen Arbeitsstunden und erhielten insgesamt 105,8 Millionen Euro. Der nominale Umsatz des Straßenbaus stieg zugleich um 13,0 Prozent auf 429,9 Millionen Euro.

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