Geheimnisse hinter Klostermauern

Kloster Michaelstein – Klangblüten und eine musikalische Reise nach Polen

Klangblüten aus einem Ton –  Obertongesang und Improvisationen

 

Der Obertongesang ermöglicht durch spezifische Vokaltechniken, zwei Töne zur gleichen Zeit zu singen. Über dem gesungenen Grundton treten die Obertöne hervor, lösen sich räumlich vom Sänger und entwickeln sich im Vokalensemble zu sphärischen Klangfeldern. Die altehrwürdigen Klosterräume Michaelsteins inspirieren diese Wirkung im Konzert am Freitag, dem 21. August um 19.30 Uhr, auf einzigartige Weise, denn durch die Akustik eines früheren sakralen Raumes öffnen sich ungewöhnliche Klang-räume zu einem ganz besonderen Hörerlebnis. Es singen und spielen Stephan Michel – Oberton- und Untertongesang, Monochord, Martina Missler – Obertongesang, Viola da gamba, Harfe sowie Peter Missler – Obertongesang, Tanpura und Sopransaxophon.

 

Die Wächterinnen von Michaelstein. Eine magische Reise durch die verborgene Geschichte des Klosters

 

Im Mittelpunkt steht am Samstag, dem 5. September um 20 Uhr eine bislang streng gehütete, geheimnisvolle Geschichte, die sich hinter den altehrwürdigen Mauern des Klosters Michaelstein verbirgt. Eine unbekannte Gefahr bedroht das Kloster. Um die drohende Katastrophe abzuwenden, begeben sich vier rätselhafte Frauen auf die Suche nach einem verschwundenen Schutzzauber – die Wächterinnen von Michaelstein. Auf ihrer wundersamen Reise begegnen sie magischer Musik, altem Wissen, vergessenen Geschichten und geheimnisvollen Rätseln. Gestaltet wird dieses besondere Wandelkonzert von der GVS Theaterkiste Blankenburg und dem Ensemble Neue Kammer Leipzig: Schauspiel und Musik verbinden sich zu einem atmosphärischen Gesamterlebnis, das Mythos und Historie auf ungewöhnliche Weise lebendig werden lässt.

 

Blütezeit im Osten: Georg Philipp Telemann und die Entdeckung des Polnischen Stils

 

„Als der Hof sich ein halbes Jahr lang nach Plesse, einer oberschlesischen, promnitzischen Standesherrschaft, begab, lernete ich so wohl daselbst als in Krakau, die polnische und hanakische Musik in ihrer wahren barbarischen Schönheit kennen“, so schreibt Georg Philipp Telemann (1681–1767) im Jahre 1705 in einer autobiografischen Notiz. Die Eindrücke, die er jenseits der Elbe empfing, verarbeitete er vielfach in seinen Kompositionen. Insbesondere die Polonoise tritt dabei immer wieder in Erscheinung: ein alter Tanz, der im 18. Jahrhundert eine große Blütezeit entfaltete. Das European Union Baroque Orchestra – EUBO unter der Leitung von Judith Steenbrink führt am 10. September ab 19.30 Uhr in die Klangwelten des östlichen Europas ein.

 

www.kloster-michaelstein.de/veranstaltungen

Nr. 310 vom 19. August 2026, Seite 23

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