Auf Entdeckungstour in Pietzpuhl: Ein mystischer Weg im Nebel

Wenigstens eine gute Erfahrung in CORONA-Zeiten: Man kann einiges entdecken. Zauberhafte Orte, schöne Landschaften und einladende Wege. Ganz in der Nähe – oder nur ein kleines Stück von zu Hause entfernt. Machen Sie sich auf den Weg, wir laden Sie mit unserer Reihe „Auf Entdeckungstour“ dazu ein. Beispielsweise nach Pietzpuhl. Pietzpuhl ist eine Ortschaft der Gemeinde Möser im Landkreis Jerichower Land. Mit dem Auto geht´s in ca. 20 min über Ostelbien raus aus Magdeburg und über die B1 und über Heyrothsberge, Gerwisch erstmal nach Möser, Schilder weisen dort den Weg nach Pietzpuhl. In der Ortsmitte findet sich bestimmt ein freier (kostenloser!) Parkplatz. Eine Hinweistafel hält Informationen zum Ort und zur Umgebung bereit. (Anfahrt-Alternative: über die A2, Ausfahrt Burg-Zentrum, mit Bus und Bahn ist die Anfahrt etwas komplizierter…)
Nehmen Sie sich was zu futtern mit. Denn coronabedingt sind in der Gastronomie noch die Türen zu. Beim Picknickvorbereiten stellt sich ein gewisses Gefühl ein: Es fühlt sich an wie „ein bisschen wie zu DDR-Zeiten…”

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In Pietzpuhl: Gucken Sie sich unbedingt erstmal im Ort um, mehrere Entdeckungen warten auf Sie: Idyllische Dorfteiche und eine barocke Schlossanlage mit (eigentlich) zwei Kavaliershäusern. Das eine davon ist seit 2004 Gemeindehaus und Kulturzentrum für Veranstaltungen. (Infos unter www.gemeinde-moeser.de) Das zweite ist (noch?) Ruine. Zum Schloss (in Privatbesitz) gibt es leider keinen Zugang, auch nicht in die weitläufige, leicht hügelige und von Wassergräben durchzogene Parkanlage. Ein Zaun versperrt den Eingang. Drumherum führt aber ein Weg und bietet sehr interessante Einblicke. Beobachtet wird man in Pietzpuhl übrigens auch – von neugierigen Pferden.
Ab Pietzpuhl: Möglich ist ein längerer Spaziergang z. B. in Richtung Madel. Bei grauem Himmel und mystischem Nebel passt auch eine kürzere Variante. Beispielsweise in Richtung Möser (OT Ottohof). Eine wunderschöne Strecke – trotz oder gerade bei waberndem Nebel. Eine Allee führt durch die Landschaft, an Feldern vorbei. Später verläuft der Weg durch den Wald. Übrigens ist man dort auf historischen Pfaden unterwegs, dem Telegraphenradweg Berlin – Koblenz und quer durch Pietzpuhl auf der Preußischen Heerstraße. Ruhe kann man dort wirklich genießen. Bei weniger Nebel sind vielleicht ein paar Radfahrer mehr unterwegs. Kehrtmachen kann man beim OT Ottohof (weiterlaufen ist möglich…). Das „Hin und Her“ sorgt für Abwechslung, die Ausblicke in die Umgebung nehmen neue Gestalt an.

Die Rückfahrt ist auch über Möckern empfehlenswert. Man bekommt gleich Lust auf die nächste Tour, z. B. bei einem Stopp in Friedensau. Auch ein Ort mit vielen Überraschungen. (pl)