Ausstellung Portrait Fotografien von Elisabeth Heinemann im Kompakt-Medienzentrum

Es ist eine ganz besondere Kunst, in einem Porträt das Wesen eines Menschen einzufangen. Eine Frau, die diese Kunst auf faszinierende Weise beherrscht, ist Elisabeth Heinemann. Sie nutzt dafür vorrangig die Schwarz-Weiß-Fotografie. Auf diese Weise wird das Wesentliche eines Gesichts besonders deutlich, sagt sie. Doch es sind nicht nur Gesichter, es sind Leben, die sich in den Bildern widerspiegeln. Ob beim Maler, den sie am Montmartre traf, oder bei Margarete L., deren 92 Lebensjahre so viel Wärme und Wissen ausstrahlen, die sich auf den Betrachter übertragen.

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Auf ihre ganz besondere Art hielt Elisabeth Heinemann bekannte Persönlichkeiten ebenso wie zufällig getroffene Menschen in ihren Aufnahmen fest. Gut 40 davon werden ab 29. Juli in der Ausstellung zu sehen sein, der Elisabeth Heinemann den Titel „Portraits. Generationen.“ gab. Zu sehen sind Portraitaufnahmen von Menschen unterschiedlichen Alters, gleichsam ausdrucksstark. Zu den Bekannten gehören Künstler wie Hanna Schygulla, Werner Stötzer oder Hellmuth Karasek, Bergsteiger Reinhold Messner, Susanne Bard und Michael Günther. Aber auch Peggy Parnass, mit der sie am Rande von NDR-Fernsehaufnahmen ins Gespräch kam und deren Geschichte sie bewegte. Beim Betrachten des Portraits, das Elisabeth Heinemann anschließend von ihr fertigte, wird diese Geschichte förmlich greif-, ja spürbar. Die Eltern der gebürtigen Hamburgerin starben im Vernichtungslager Treblinka. Sie selbst wurde zu einer weltoffenen Frau und gleichzeitig unerschrockenen Chronistin der NS-Verbrechen. Ihr vielfältiges Leben zeigt sich in der Kunst von Elisabeth Heinemann.

Schauen Sie selbst – in die Gesichter der Generationen. In der Ausstellung „Portraits“, vom 29.Juli bis 28. August im Kompakt-Medienzentrum in Magdeburg, Breiter Weg 114a (Nähe Katharinenturm). B. Ahlert

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