Beat it! Leben und Sound von Michael Jackson

Mit großer Begeisterung wurde der Tourauftakt von „Beat it!“, dem Musical über Pop-Ikone Michael Jackson, gefeiert. Zu erleben ist es am 12. Februar in der Magdeburger Getec-Arena. Mit Michael Jackson auf der Bühne gestanden hat Alex Burgos, der nun als Choreograph für die Show im Stil des „King of Pop“ zuständig ist. 

Herr Burgos, Sie gehörten einst dem original Tanz-Ensemble von Michael Jackson an. Wie groß ist die Ehre, dass Sie das erreicht haben und miterleben durften?

Alex Burgos: Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung, mit Michael Jackson auf der Bühne zu stehen. Einzigartig, so würde ich es beschreiben, ein Höhepunkt in meiner Karriere. Du stehst da mit einem Idol und denkst dir: ‚O. k. – ich habe es bis hierhin geschafft. Ich muss alles, und ich meine wirklich alles dafür geben, dass ich meinem Idol zeigen kann, was ich drauf habe.‘ Und: ‚Ich habe es verdient, mit ihm auf der Bühne zu stehen.‘ Das war Gänsehaut pur.

War er ein strenger Lehrer?

Es war sehr lustig: Michael Jackson kam rein, als wir alle auf der Bühne standen. Wir waren mitten in der Probe und auf einmal war er da. Wir haben auf jeden Fall sofort gespürt, dass sich etwas verändert hat. Mitten in der Choreographie haben wir uns alle umgedreht und sahen ‚The Man‘, Michael Jackson, vor uns stehen. Er hat uns sehr nett begrüßt und sich bedankt, dass wir so hart arbeiten. Er hat gesagt, dass wir mit ihm reden können, wenn irgendetwas ist. Er war aber gleichzeitig auch sehr privat, freundlich und nett.

Was macht die Choreographien von Michael Jackson so einzigartig?

Ich denke, was seine Choreographien so besonders macht, ist, dass er seinen Körper immer wie ein Schlagzeug benutzt hat. Er hat Rhythmen benutzt, bei denen wir uns nur gefragt haben: ‚Woher nimmt er das nur?‘ Sehr originell, von niemand anderem kopiert. Keiner hatte solch ein Gefühl für Musik, für Gesang sowieso nicht. Zu erleben, wie er dieses Gefühl in seiner Körpersprache ausdrückt, war für uns alle ein sehr besonderer, weiterer Gänsehaut-Moment. 

Vor zehn Jahren starb Michael Jackson. Die Musikwelt war erschüttert. Wissen Sie noch, wo Sie damals waren, wie Sie davon erfahren haben?

Ich habe es gehört und ich dachte, ich höre nicht richtig. ‚Fake News‘, wie Donald Trump das sagen würde. Dann habe ich ins Netz geguckt und sah überall ‚Breaking News‘ und Schlagzeilen wie ‚The King of Pop is dead‘. Das war wie ein Hammer, der richtig heftig auf mein Herz geschlagen hat. Ich dachte, das kann nicht wahr sein. Mein Idol, der Mann, mit dem man als Kind groß geworden ist, mit dem ich auf der Bühne stehen durfte, ist nicht mehr da. Ich war einfach nur traurig, wie viele andere Leute. Dann habe ich den ganzen Tag reflektiert, was ich mit ihm erlebt habe und was er an Musik und Emotionen geliefert hat. Ich war traurig und gleichzeitig glücklich. Ich durfte das alles erleben und ich glaube, seine Musik ist so zeitlos, dass auch Kinder heutzutage ihn durch seine Musik erleben dürfen.

Warum sind die Tänze und vor allem die Musik von Michael Jackson noch heute angesagt?

Ich denke, die Musikkarriere von Michael Jackson stand unter so vielen Einflüssen. Von Soul bis zum Groove, zum Rock, Dance, Swing, Gospel – er hat alle Musik- und Tanzrichtungen so gut integriert und gemischt. Das machte er mit seiner Stimme und mit seinen Bewegungen. Das hat seine Musik zeitlos gemacht. Das ist ein Zeichen dafür, dass er ein riesengroßer, einzigartiger Künstler war. Ich bin glücklich, dass ich das alles zusammen mit ihm selbst erleben durfte.

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