Bio oder nicht Bio?

Puuuhh, also die Müllentsorgung ist momentan keine leichte Kost. Vor allem der Biomüll schlägt einem schwer auf den Magen. Hut ab vor den Mitarbeitern der Abfallwirtschaft – mir reicht es schon, die Behältnisse zur Abfuhr bereitzustellen. Und am besten geht das, wenn ich vorher nichts esse. Aber das ist leichter gesagt, als getan – wer will schon hungrig arbeiten? Bevor ich die Tonnen rausbringe, muss ich auch mal einen Blick hineinwerfen und das ist bei dieser Wärme fatal. Selbst wenn die Biotonne im Schatten steht, werden bei den hohen Temperaturen geruchsintensive Gärungsprozesse in Gang gesetzt. Ganz widerlich stinkt das und der Anblick ist auch nicht viel besser. Das liegt jedoch nicht immer ausschließlich an den Gärungsprozessen, sondern an den Dingen, die sich im Biomüll befinden, dort aber nicht hineingehören. Tüten zum Beispiel – auch wenn sie aus angeblich kompostierbarem Kunststoff bestehen. Die Zeit zum Verrotten in den Verwertungsanlagen reicht nicht aus, damit sich das Zeug zersetzt. Auch Katzenstreu oder andere tierische Hinterlassenschaften gehören nicht hinein. Im Prinzip alles, was nicht innerhalb einer gewissen Zeit verrottet. Da die Kommunen selbst regeln, was in den Bioabfall darf, variiert das von Region zu Region. In Magdeburg beispielsweise können Schalen und Reste von Gemüse und Obst, Essensreste ohne flüssige Anteile, Eierschalen, alte Reste von Lebensmitteln ohne Verpackung, Kaffee und Tee samt Filter, organische Gartenabfälle, Baum- und Strauchschnitt sowie Papier zum Einwickeln in der Biotonne entsorgt werden. Aber es finden sich eben immer wieder Dinge, die nicht geeignet sind, um sie zu Humus zu kompostieren oder zu Biogas zu vergären. Und was mir auch häufiger auffällt: Die Deckel der Tonnen werden nicht geschlossen, was natürlich Fliegen, Krähen und wer weiß, wen noch freut. Keine leckere Angelegenheit … Aber generell macht Arbeiten bei diesen Temperaturen nicht viel Spaß. Ich glaube jedoch kaum, dass die Chefs meinem Antrag auf Arbeit in den kühlen Nachtstunden stattgeben würden … Bis später, Ihr Mädchen für alles

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