Blumen als Geschenk und Fisch zum Mittag

Dagmar Hartkopf hat etliches zu tun, ist viel unterwegs und packt immer mit an. Ob bei „Rosenstolz“, dem Laden für kreative Floristik und Geschenke, oder in der Backfischstube „Fish 2 Go“. Die gelernte Kauffrau ist Inhaberin beider Geschäfte, die sich nicht weit voneinander entfernt im Breiten Weg (Nummer 201 und Nummer 17) befinden. Mal ist sie in dem einen Laden und hilft aus, mal in dem anderen. Und dann gibt es schließlich noch genug Arbeiten hinter den Kulissen zu erledigen. Von „Rosenstolz“ aus kann sie direkt auf das Hundertwasserhaus blicken. „Daran erfreue ich mich nach wie vor und denke gern an die Zeit zurück, als wir unser Geschäft in der Grünen Zitadelle hatten.“

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Denn das Geschäft für kreative Floristik und Geschenke gibt es in Magdeburg bereits seit 20 Jahren. Der Standort mag sich in der Zwischenzeit geändert haben, aber das Angebot und der Service sind gleichgeblieben. „Meine erste Idee war es, ein Geschäft zu eröffnen, in dem man Geschenke für unterschiedliche Anlässe findet“, erklärt Dagmar Hartkopf. „Da man zu solchen Anlässen meist auch Blumen benötigt, war mein zweiter Gedanke, diese beiden Dinge miteinander zu kombinieren. Daher fertigen wir nicht nur Sträuße aus Frischblumen sowie Gestecke, sondern auch Unikate zum Verschenken in unserer Werkstatt an.“ Ob zum Geburtstag, zum Muttertag, für die Hochzeit, für eine Trauerfeier, für ein Firmenjubiläum oder einfach mal eine kleine Aufmerksamkeit ohne Anlass – bei Dagmar Hartkopf und ihren drei Mitarbeiterinnen kann man sich beraten und von Ideen inspirieren lassen.

Neben Frischblumenarrangements und farbenfrohen Sträußen wird man im „Rosenstolz“ auch mit Möglichkeiten zur Zimmer- und Außenbepflanzung versorgt. „Wir bieten dazu auch einen Lieferservice für Magdeburg und Umgebung an“, schildert die Inhaberin. „Und wer einen Blumenstrauß versenden möchte, kann dies auch bei uns tun. Der Kunde sucht sich die Blumen aus, wir stellen alles zusammen und verpacken das so, dass die Blumen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden. Zudem können abgesehen vom Strauß auch kleine Geschenke oder eine Grußkarte versendet werden.“ Erst kürzlich habe sie zwei Überraschungspakete zur Post gebracht – eins wurde nach Hamburg, das andere gar nach Italien verschickt.

Ab 7.30 Uhr ist das „Rosenstolz“-Team wochentags für Kundinnen und Kunden da. „Viele kommen schon vor der Arbeit bei uns vorbei“, erzählt Dagmar Hartkopf, die überall mit anpackt, wenn Hilfe gebraucht wird. „Aber das ist nichts Ungewöhnliches bei uns. Jede springt für jeden ein.“ Das gilt auch in ihrem zweiten Laden „Fish 2 Go“, wo sie zwei Mitarbeiter beschäftigt. Dass sie neben einem Blumen- und Geschenkeladen noch eine Backfischstube betreibt, verdankt sie ihrem Mann. „Er hat mich auf diese Idee gebracht und als wir das mal nebenbei in einem Gespräch mit unserem Vermieter, der Wobau, erwähnten, waren sie begeistert und hatten auch gleich das passende Objekt parat. Also haben wir kurzen Prozesse gemacht.“

Vier Jahre ist das inzwischen her. Und nach den typischen Anfangsschwierigkeiten hat sich „Fish 2 Go“ zu einem beliebten Anlaufpunkt für all diejenigen entwickelt, denen es nach Fish & Chips, Backfisch, Garnelen, Muscheln, Kibbelingen, Matjes- oder Kartoffelsalat in unterschiedlichen Variationen gelüstet. „Es musste sich natürlich erstmal herumsprechen, dass es im Breiten Weg einen Fisch-Imbiss gibt. Das dauert meist eine Weile, aber jetzt können wir sehr zufrieden sein“, zieht Dagmar Hartkopf ein positives Resümee.

Selbst im Frühjahr, als im Umkreis zahlreiche Geschäfte aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus geschlossen bleiben mussten, konnten Dagmar Hartkopf und ihre Mitarbeiter in der Backfischstube die Kunden weiterhin mit frischgebackenem Fisch, Fischbrötchen und diversen Salaten versorgen. „Wie der Name schon sagt, bieten wir unsere Fischspezialitäten auch zum Mitnehmen an. Und da in der Umgebung Kantinen und andere Anbieter nicht geöffnet hatten, kamen zahlreiche Menschen zu uns, um sich ihr Essen hier abzuholen. Auch damit können wir also zufrieden sein.“ Bei „Rosenstolz“ mussten in dieser Zeit die Türen jedoch geschlossen bleiben, aber Dagmar Hartkopf blickt dennoch weiterhin optimistisch in die Zukunft. Tina Heinz

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