Freitag, November 25, 2022
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Breaking – Magdeburg steht Kopf

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Top Rock, Footwork, Drop, Floor Rock, Power Move, Freeze – um diese und andere Elemente dreht sich in Magdeburg alles am 9. und 10. Juli 2022. Denn an diesem Wochenende treffen sich Europas beste Tänzer und Crews zu den IDO OPEN EUROPEAN BREAKING CHAMPIONSHIPS (EBC), den European Masters-4-Kids und dem Inclusive World Cup in der Getec-Arena.

Dass die Europameisterschaft in diesem Jahr in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts stattfindet, dafür ist neben der IDO auch die Magdeburger Breakdance-Formation „Da Rookies“ verantwortlich, die bereits mehrfach Weltmeister-, Europameister- und deutsche Meister-Titel geholt haben. Hinter der IDO verbirgt sich die International Dance Organization – ein offizieller, unabhängiger non-profit Welttanz- und Tanzsportverband für Performing Arts, Streetdance und Paartänze. Weil bereits Events dieser Art auf nationaler Ebene erfolgreich in Magdeburg ausgetragen wurden, habe es sich angeboten, auch eine Veranstaltung in dieser Größenordnung zu planen. „Die Verantwortlichen der IDO kamen auf uns zu und fragten, ob wir uns nicht vorstellen könnten, eine Europameisterschaft auszurichten“, erzählt Nils Klebe, Manager der „Da Rookies“. „Und ein ‚Nein‘ war keine Option. Wir wussten zwar, dass es eine große Herausforderung wird, ein solches Event in kurzer Zeit auf die Beine zu stellen. Aber wir haben auch nicht an der Machbarkeit gezweifelt – wir mussten nur alle dazu bewegen, an einem Strang zu ziehen.“

Und das tun sie: Die Meisterschaft wird seitens der Stadt und des Landes gefördert; hinzu kommen zahlreiche Sponsoren, die das Vorhaben unterstützen. „Das ist doch selbstverständlich“, sagt Peter Lackner in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Stadtmarketing „Pro Magdeburg“ e. V., „schließlich wollen wir in Magdeburg auch etwas für junge Menschen bieten.“ Die Schirmherrschaft für die EBC haben Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und Regina-Dolores Stieler-Hinz, Magdeburgs Beigeordnete für Kultur, Schule und Sport, übernommen. „Breakdance verbindet Sport und Kultur. Daher musste ich nicht lange überlegen, die Schirmherrschaft für die europäischen Kinder- und Jugendmeisterschaften zu übernehmen, schließlich fällt beides in meinen Aufgabenbereich“, so die Beigeordnete der Landeshauptstadt. „Zudem begeistert Breakdance nicht nur Erwachsene, sondern holt insbesondere junge Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit ab. Mit der Austragung dieses Events hoffe ich auf einen Booster-Effekt für die Freude an der Bewegung, an multikulturellen Begegnungen und an sportlich fairen Battles.“ Sogar ihren Urlaub habe sie verschoben, um bei diesem Ereignis dabei sein zu können.

Zur EBC am zweiten Juli-Wochenende erwarten die Organisatoren zwischen 300 und 400 Tänzerinnen und Tänzer aus Europa. Auf eine konkrete Teilnehmerzahl wollen sie sich noch nicht festlegen. „Viele sind nach wie vor aufgrund der Corona-Pandemie vorsichtig“, sagt Nils Klebe. Und auch der Krieg in der Ukraine wirke sich auf die Veranstaltung aus. „Etliche starke Tänzer kommen beispielsweise aus der Ukraine und aus Russland. Und obwohl ich es persönlich traurig finde, das auf den Rücken der Kinder und Jugendlichen auszutragen, wurde entschieden, Russland und Belarus in diesem Jahr vom Wettbewerb auszuschließen.“
Erstmals dürfen in diesem Jahr neben den Junioren und den Erwachsenen auch Kinder an der Europameisterschaft teilnehmen – in den Kategorien Solo und Gruppen. Ebenfalls neu im Programm ist der Inclusive World Cup im 1 vs. 1. Außerdem werde es erstmals Preisgelder für die Junioren- und die Erwachsenen-Gewinner geben. Wie Nils Klebe erläutert, stehen insgesamt 8.500 Euro an Prämien zur Verfügung. Hinzu kommen Sachpreise, die von Partnern gesponsert werden. „Wir möchten auch auf diese Weise den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unsere Wertschätzung zeigen“, betont der Mitveranstalter. Ein Novum ist zudem ein eigens für die EBC in Magdeburg von 14 Künstlerinnen und Künstlern produzierter Soundtrack, der zum kostenlosen Download bereitsteht und auf das Event mit Titeln wie „Breiter Weg Funk“, „Queen Editha“ und „Feel the Bass“ einstimmen soll.

„Das wird eine großartige Show! Wir haben eine riesige Bühne, riesige LED-Wände, Licht-Inszenierungen und fette Beats“, schwärmt Nils Klebe und versichert, dass die Stadt ein noch größeres Spektakel an fünf Tagen mit Side-Events und Workshops erwarte, sollten sie es schaffen, die Weltmeisterschaft 2024 ebenfalls nach Magdeburg zu holen. Doch zunächst wird eine internationale Jury aus sechs bekannten Profitänzern über die besten Performances im Juli 2022 entscheiden – Niels „Storm“ Robitzky und Thomas Stark aus Deutschland, Adnan „Lil Amok“ Dushaku aus Albanien, Dejan Zečević aus Slowenien, Khaled „KC One“ Chaabi aus Syrien und Muharem Demiri aus dem Kosovo. Für die passende Musik und die richtigen Kommentare sorgen Breakin‘ DJ Planet und Break DJ Nomork sowie Battle Host Tizzey Talks.

Die Finals im Juli können auf den Kompakt-Media-Kanälen im Livestream verfolgt werden.

Tina Heinz

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