Buckau bekommt eigenen Stadtteilverein in Magdeburg

In Buckau trifft Künstlerkiez auf Arbeiterviertel. Einst die Wiege des
deutschen Maschinenbaus verbergen sich heute hinter den Klinkerfassaden ehemaliger Fabrikgebäude moderne Wohnungen, Kunstzentren
und Büroräume junger Start-ups. Der Stadtteil im Süden Magdeburgs
ist urban, kreativ und mutig zugleich. Die Mitglieder des neuen Buckau
e.V. wollen diese Vielfalt jetzt bündeln. Der Verein soll zum zentralen Anlaufpunkt für alle Buckauer werden.

Als die ersten Warnbaken und Sackgassenschilder auf der Schönebecker
Straße aufgestellt worden, wussten Robert Kellermann und Susanne
Klaus sofort: „Wir wollen mitreden.“ Beide betreiben ihre Läden an der
Hauptverkehrsachse zwischen Innenstadt und Buckau: Robert
Kellermann das Brauhaus Brewckau und Susanne Klaus ihr Modeatelier
Ludisia.

folgt uns für weitere News

Monatelange Verkehrseinschränkungen stehen den Buckauern bevor.
Die Magdeburger Verkehrsbetriebe bauen entlang der Warschauer und
Schönebecker Straße eine neue Straßenbahntrasse, die Städtischen
Werke erledigen wichtige Kanalarbeiten. Ein Plus für Buckaus
Infrastruktur, doch bis es soweit ist, heißt es für den Stadtteil:
„Durchhalten und neue Wege öffnen!“ Das geht am besten gemeinsam.

Schnell wurden die ersten Buckauer sowie Unternehmer
zusammengetrommelt und sich für die Gründung eines Vereins
entschieden. Ingmar Schwan wurde zum Vorsitzenden und Susanne
Klaus zu seiner Stellvertreterin gewählt. „Vorher hat ein zentrales
Sprachrohr gefehlt“, macht Ingmar Schwan von der Buckauer Glaserei
Schwan deutlich. Die Vereinsmitglieder haben es sich zum Ziel gesetzt,
Vermittler und Gestalter zugleich zu sein.

Ur-Buckauer Ingmar Schwan: „Unser Stadtteil hat so viel zu bieten,
zahlreiche kreative Köpfe haben Lust sich einzubringen und wir
können das Ganze jetzt bündeln.“ Jeder sei im Verein willkommen, egal
ob aktiv oder als Förderer. Zum Schatzmeister wurde bereits Gert
Müller gewählt. Zu DDR-Zeiten habe er sich bewusst für das Wohnen
in dem lebendigen Stadtteil entschieden. Sein Anliegen: „Wir
wollen immer mit der Stadt im Gespräch bleiben, aktuell über den
Stand der Bauarbeiten informieren können und wissen, wie es
weitergeht.“

Doch der Verein will nicht nur die Anwohner selbst, sondern ganz Magdeburg mit auf eine Reise nach Buckau nehmen. Und das geht demnächst mitten in der Innenstadt. Der Stadtteil bekommt eine Außenstelle. Auf der Ernst-Reuter-Allee 8 eröffnen die Mitglieder im Juni ihren „Buckau Laden“

Hier werden sich die kommenden Monate Bürger, Unternehmer und
Künstler präsentieren. Im Buckau Laden wird es allerdings nicht nur regionale und typische Buckau-Produkte geben, sondern auch Veranstaltungen sind geplant. Von Lesungen über Konzerte bis hin zu
kreativen Workshops können sich die Vereinsmitglieder alles vorstellen.

Vielleicht gefällt dir auch