City Carré: Wandel für eine lebendige City

Der Kolumnist der KOMPAKT Zeitung, Lars Johansen, der in seiner Kolumne „Stadtmensch“ das Geschehen in Magdeburg beleuchtet, prophezeite dem City-Carré in der 2. Oktober-Ausgabe eine düstere Zukunft. Schließlich könnte das Kino „CinemaxX“ aufgrund der verordneten Schließungen dem Untergang geweiht sein. Auch der bevorstehende Auszug der Städtischen Werke würde noch mehr Leerstand erzeugen. „Das bedeutet für das City Carré, das durch den Tunnelbau ohnehin schon gebeutelt ist, und davon in frühestens zwei Jahren erlöst wird, fast schon unausweichlich das Ende. Bleiben wird eine hässliche Investitionsruine, welche die Innenstadt noch unansehnlicher machen wird“, schrieb der Kabarettist.

Die Dinge sind jedoch häufiger anders, als sie orakelt werden. Werfen wir einen Blick auf die Gegebenheiten. Das City Carré verfügt insgesamt über 91.000 Quadratmeter vermietete Büroflächen. Auf 26.000 Quadratmetern (ohne Kino) finden sich Einzelhandelsunternehmen. Die aktuelle Leerstandsquote beträgt 4 Prozent. Bei solchen Größenordnungen spricht man von einer Vollvermietung. Mieter-Bewegungen sind in solchen Flächendimensionen Normalität. „Für die Fläche, die derzeit noch von den Städtischen Werken belegt ist, laufen bereits erfolgreiche Endverhandlungen mit drei verschiedenen Mietinteressenten“, erklärt Juliane Vatterott vom Centermanagement. „Für die täglichen Besucher und Passanten des City Carrés und für die rund 4.600 Mitarbeiter der im Center ansässigen Unternehmen und Institutionen haben wir mit der neuen gastronomischen Mall ein ausgewogenes und nachhaltiges Angebot geschaffen und werden mit der Eröffnung der Gastronomien die Aufenthaltsqualität und -dauer erheblich steigern. Bis zum Jahresende wird ein Großteil der Gastronomien geöffnet sein. Zwei weitere Mietbereiche eröffnen Anfang 2021“, sagt Juliane Vatterott. Auch wenn für Kinobetreiber – wie übrigens für viele andere betroffene Branchen auch – die verordneten Schließungen wirtschaftliche Schwierigkeiten hervorbringen, heißt dies nicht, dass Unternehmen aufgeben, an die Zukunft zu glauben. So gibt es mit dem Multiplexkinobetreiber im City Carré bereits Gespräche über die Verlängerung des Mietvertrages.

In Krisenzeiten ist stets Ideenreichtum gefragt. Wer Chancen und Lücken sieht, bringt Neues hervor bzw. stellt sich den Bedingungen eines Wandels. Auch wenn heute noch nicht absehbar ist, in welcher Form und ob überhaupt Weihnachtsmärkte öffnen dürfen, wird am 14. November auf dem Bahnhofsvorplatz vor dem City Carré ein acht Meter großer Weihnachtsbaum aufgebaut. Mit der Anschaffung des Baums wird die „Magdeburger Lichterwelt“ um ein weiteres Element erweitert. Beim mit viel Herzblut organisierten Weihnachtsmarkt „WinterWunderLand“ sprechen Angebote mit alkoholfreien Heißgetränken für die Kreativität des Teams „Mit dieser Aktion möchten wir Danke sagen, für eine wundervolle Stadt mit tollen Akteuren, und Besucher am Eingang zur City herzlich weihnachtlich begrüßen“, so die Centermanagerin Juliane Vatterott. (tw)

Vielleicht gefällt dir auch