Coronavirus nicht unterschätzen

Treffpunkt Gesundheit | Claudia Meffert

Die Ereignisse überschlagen sich, die Entwicklung in den letzten 10 Tagen zeigt den Ernst der Lage. Die bisher getroffenen Maßnahmen sind gravierend und nie vorstellbar gewesen. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind gewaltig und in vielen Bereichen existenzbedrohend. Das sollte Anlass für jeden sein, den Aufrufen des Robert Koch-Institutes und der Gesundheitsämter zu folgen. Auch wir treffen alle Maßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern oder mindestens die Verbreitung zu verlangsamen. Als Apotheke werden wir derzeit gebraucht, um unsere Patienten mit ihren nötigen Arzneimitteln zu versorgen. Wir stehen in der gewohnten Öffnungszeit zur Verfügung, auch wenn einige Shops im Center vorübergehend geschlossen sind. Das Landesverwaltungsamt genehmigt gerade eine weitere Öffnungszeit an Sonntagen von 13 bis 18 Uhr. Das soll allerdings nicht zum Shoppen einladen, sondern vielmehr dafür sorgen, dass größere Menschenansammlungen vermieden werden. Wer zu uns kommt, wird gebeten Abstand zu halten, Markierungen weisen darauf hin. Eine Schutzwand aus Plexiglas soll sowohl den Apotheker als auch den Kunden während des Gespräches schützen. Um die nötigen Medikamente zu erhalten, müssen unsere Kunden nicht unbedingt direkt in die Apotheke kommen, sondern können unseren Lieferservice nutzen. Bestellungen sind über eine App (Medikamente-now.de), per Mail oder per Telefon möglich. Durch unkomplizierte Entscheidungen, die auch von Krankenkassen mitgetragen werden, sorgen wir dafür, dass eine sofortige Belieferung erfolgt.

Wir rufen dazu auf, unnötige Wege zu vermeiden, die Anzahl der Kontaktpersonen zu Hause und die Anzahl der unvermeidlichen Wege wie Arztbesuche und Einkäufe so klein wie möglich zu halten. Der Abstand zu anderen Menschen sollte mindestens 1,5 m betragen. Nur durch Einhaltung dieser Empfehlungen können wir noch drastischere Maßnahmen wie Ausgangssperren abwenden. Das Wissen darüber ist vorhanden, nur die Umsetzung in das Verhalten noch nicht ausreichend. Seit Tagen können wir Nachfragen nach Desinfektionsmitteln und Atemschutzmasken nicht mehr bedienen. Als Schutzmaßnahme reichen aber schon Abstand halten, Kontakte minimieren und gründliches und wiederholtes Händewaschen. Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Taschentuch. Dann machen wir schon vieles richtig. Herzlichst Ihre Claudia Meffert, Pluspunkt Apotheken in Magdeburg

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