Das lange Warten auf Gäste

Normalerweise „brummt” das Geschäft im Frühjahr. Die Gastronomen und Hoteliers atmen mit dem Einsetzen der wärmeren Jahreszeit auf und setzen auf den Zustrom der Gäste. Doch ein mikroskopisch kleiner Gegner hebelte sämtliche Erwartungen aus. Covid19 machte Schluss mit Essen in der Lieblingskneipe – seit Mitte März läuft in Sachen Gastronomie nichts mehr. Sämtliche Gastrobetriebe und Hotels wurden über Nacht zu No-go-Areas. Nur vereinzelt können sich einige Betreiber mit „Sparflamme” über Wasser halten, indem mit dem Außer-Haus-Geschäft noch ein paar Umsätze und bereits georderte Lebensmittel unter strengsten Auflagen an die Gäste bringen. Wie kaum eine andere Branche leiden seit dem Lockdown die Gas-trobetrieb unter den Folgen der Corona-Krise. Mitarbeiter wurden entlassen oder in Kurzarbeit geschickt, Investitionen gestoppt. Besonders junge Wirte leiden unter dem Wegbruch der Umsätze.

Mit einer stille Mahnwache von etwa 20 Magdeburger Gastronomen, stellvertretend für weit mehr als 80 Mitgliedern des „Magdeburger Gastro-Stammtisch“, machten die Unternehmer mit leeren Stühlen auf dem Domplatz auf ihre Nöte aufmerksam. Ein Essen, das heute keiner bestellt habe, werde morgen bestimmt nicht verkauft. Gleiches gilt auch für Hotels, Pensionen und Gasthöfe gilt, der neben den Restaurants zweiten großen Gruppe von Krisenverlierern gehört.

Mittlerweile glimmt ein Lichtstrahl am düsteren Horizont. Mit Beginn der Pfingstferien sollen Restaurants und Hotels im Bundesland Sachsen-Anhalt ab 18. Mai wieder öffnen. Mit Auflagen: Es dürfen nicht mehr als fünf Menschen an einem Tisch sitzen, zudem müsse man Abstände zwischen den Tischen sowie Hygieneauflagen einhalten. Stellvertretend für die zahlreichen Betriebe in der Region Magdeburg haben unsere Fotografen Peter Gercke und Michael Kranz einige Gastronomen besucht, die jetzt auf das Ende der Schließung warten.

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