Mittwoch, Juli 6, 2022
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Der kleine Garten auf Balkonien

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Frische Kräuter, Salat & Co. gedeihen auf dem Balkon und haben dazu nützliche Nebeneffekte.

Wer keinen eigenen Garten hat, muss auf frische Kräuter fürs Kochen oder einen frischen Salat nicht verzichten. Auf manchem Fensterbrett lässt sich eine Auswahl von Kräutern in Töpfen oder einem gesicherten Balkonkasten ziehen, besser noch natürlich auf einem Balkon. Der lässt sich sogar zu einem kleinen „Garten“ gestalten, der nicht nur Frisches für die Speisen bietet, sondern zudem Schutz vor Plagegeistern wie Mücken oder Wespen.
Zu beachten ist vorweg lediglich die unterschiedliche Wurzeltiefe der Pflanzen und welche Wetterseite zur Verfügung steht.

Allen voran stehen die beliebtesten Gewürzkräuter: Schnittlauch für Quark, Dipps und Kartoffelgerichte lässt sich gut aussäen und ernten. Ebenso Petersilie, wobei Anfänger manchmal das Problem haben, dass sie nicht üppig wächst. Wer schneller zum Ziel kommen möchte, kann die im Handel erhältlichen Topfkräuter wählen, die Ballen in Wasser „einweichen“, so dass sich die Wurzeln auseinanderziehen lassen und gefächert eingepflanzt werden können. Wichtig ist die richtige Erde. Handelsübliche Kräutererde ist auf die Ansprüche abgestimmt. Weniger geeignet sind diese jedoch für mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel, die eher sandigen und durchlässigen Boden bevorzugen. Basilikum ist besser als sein Ruf und gedeiht auch auf dem Balkon. Es empfiehlt sich allerdings, ihn separat zu pflanzen. Der Boden sollte eher nährstoffreich sein und am besten mit etwas Sand aufgelockert werden. Aus Pflanzen wie Salbei und Minze, von denen es die unterschiedlichsten Sorten/Geschmacksrichtungen gibt, lassen sich erfrischende, aromatische Getränke herstellen. Auch sie empfehlen sich als Solitärpflanzen.

Sogar Salat wächst hervorragend im Balkonkasten, am besten Pflücksalat. Anstelle eines geschlossenen Salatkopfes, wie er im Handel zumeist angeboten wird, bildet er lockere Rosetten. So können nach und nach außen Blätter zum Verzehr abgezupft werden, von der Mitte her wachsen neue nach. Die Pflanzen dürfen jedoch nicht zu eng beieinander stehen, da sonst das Wachstum gebremst wird. Wer dann noch Ruccola aussät, kann wunderbar kombinieren. In Töpfen und Kästen ist das Gießen häufiger notwendig als im Garten. Um stehende Nässe zu vermeiden, müssen sie über einen Wasserabfluss verfügen.

Wer Kräuter mit unterschiedlichen Anbaubedingungen kombinieren möchte und ausreichend Platz hat, kann Kräuterspiralen nutzen, die von einigen Herstellern auch für Balkone angeboten werden. Neben Töpfen, Kübeln und Balkonkästen gibt es zudem die Möglichkeit, Kräuterregale anzulegen oder Kräuterampeln aufzuhängen, was mehr Nutzfläche auf weniger Platz ermöglicht.

Gegen Wespen und Mücken

Blühende Kräuter bieten nicht nur Bienen eine willkommene Nahrungsquelle, sie halten auch Plagegeister wie Mücken, Fliegen und Wespen ab. Allen voran Lavendel, Basilikum, Rosmarin, Salbei, Minze und Zitronenmelisse. Wer etwas mehr Platz hat, findet mit Tomaten eine leckere Ergänzung, deren Duft Insekten fernhält. So lässt sich der Sommer mit frischen Zutaten genießen. (ab)

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