Dienstag, November 29, 2022

Eike-von-Repgow-Preis 2022 an renommierten Mittelalterexperten Prof. Dr. Gerd Althoff verliehen

Folge uns

Der von der Landeshauptstadt Magdeburg und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam gestiftete Eike-von-Repgow-Preis für das Jahr 2022 ist am Donnerstag feierlich in der Johanniskirche an den deutschen Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff aus Münster verliehen worden. Stadt und Universität würdigen damit unter anderem seine Leistungen, die maßgeblich zum Bekanntwerden der Politik und Kultur des mittelalterlichen (alt-)sächsischen Raumes beigetragen.

Die Ehrung im Rahmen eines Akademischen Festaktes haben Oberbürgermeisterin Simone Borris und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jens Strackeljan, vorgenommen. Der ebenfalls angekündigte Preisträger aus dem Jahr 2020 Prof. Dr. Roman Czaja, dessen öffentliche Preisverleihung aufgrund von Coronabeschränkungen nicht stattgefunden hatte, konnte krankheitsbedingt nicht anwesend sein.

Das Kuratorium würdigt Gerd Althoff “als einen der profiliertesten und wirkmächtigsten Historiker der Bundesrepublik mit großem internationalem Ansehen.” In der Begründung des Kuratoriums heißt es weiter: “Inhaltlich hat er sich ergebnis- und folgenreich mit den Ottonen und dem Austragen von Konflikten, vor allem durch symbolische Kommunikation und Verhandeln sowie Gruppenbindung, beschäftigt. Sein innovativer Zugriff auf Inhalt und Bedeutung der Rituale bestimmt seit Jahrzehnten die historische Forschung, die Frühe Neuzeit längst inbegriffen. Mit seinen in der Geschichtswissenschaft sehr intensiv rezipierten Publikationen hat Prof. Althoff maßgeblich zum Bekanntwerden der Politik und Kultur des mittelalterlichen (alt-)sächsischen Raumes, woran die Intention des Eike-von-Repgow-Preises anknüpft, beigetragen.” Oberbürgermeisterin Simone Borris betonte: “Die Verleihung des Eike-von-Repgow Preises ist bereits seit 1998 eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse in unserer Stadt. Sie stößt nicht nur in wissenschaftlichen Kreisen auf großes Interesse. Vielmehr ist es ein gesamtgesellschaftliches Ereignis, das zeigt, wie einflussreich Magdeburgs Geschichte war und ist.“

Den Preis nahm Prof. Dr. Gerd Althoff in Anwesenheit von hochrangigen Vertretern aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft entgegen. Die Laudatio zur Würdigung des Preisträgers sprach Prof. Dr. Stephan Freund, Professor für Mittelalterlicher Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Im Anschluss an die Übergabe gab der Preisträger mit einem Festvortrag zum Thema “Offene und verdeckte Kritik an Kaiser Ottos Magdeburger Erzbistumsplänen” einen Einblick in seine Forschung. Prof. Dr. Gerd Althoff hatte bis zu seiner Emeritierung mediävistische Lehrstühle an den Universitäten Münster (1986 – 1990), Gießen (1990 – 1995), Bonn (1995 – 1997) und dann von 1997 bis 2011 wieder in Münster inne. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Früh- und Hochmittelalter. (eb)

Anzeige
WEITERE
Magdeburg
Bedeckt
4.3 ° C
4.5 °
3.3 °
88 %
2.4kmh
100 %
Di
7 °
Mi
6 °
Do
4 °
Fr
2 °
Sa
-2 °

E-Paper