Mittwoch, Juli 28, 2021
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Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

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In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.
Endlich erscheinen mal ein paar ältere Filme als Mediabooks, die ein erneutes Sichten geradezu herausfordern. So fiel mir jetzt „Das Testament des Doktor Mabuse“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1933 in die Hände. Es ist ein Klassiker, von dem man ziemlich sicher schon einmal gehört hat. Und er ist mehr als das. Es ist ein Film, der immer noch zu unterhalten vermag. Wer „Babylon Berlin“ gesehen hat und Gefallen an Geschichten aus dem Berlin der frühen 30er Jahre gefunden hat, wird hier eine finden, die dafür auch Vorbild gewesen ist. Filmisch herausragend und auch aus heutiger Sicht noch spannend erzählt, bekommt man einen Superverbrecher präsentiert, der eigentlich verrückt zu sein scheint, aber in seinem Wahn sehr effizient versucht, ein ganzes Land zu verunsichern, um die Demokratie anfällig für einen Umsturz zu machen. Parallelen zu heute sind nicht nur dadurch haufenweise vorhanden.

Aber auch in der Gegenwart kann man kleinen Filmperlen begegnen. „Willy’s Wonderland“ mag möglicherweise objektiver Unsinn sein, aber Nicolas Cage als eine Art Hausmeister, der ohne nur ein Wort zu sagen, in einem Freizeitpark dämonische Großfiguren besiegt, die von einer unheimlichen Macht besessen zu sein scheinen, vermag schon Spaß zu machen. Natürlich sollte man hier seinen Verstand einfach mal ausschalten, doch manchmal muss das sein, um wieder Durchzug im Hirn zu schaffen und dann gut gelaunt wegzudämmern.

Man kann wieder ins Kino gehen, im Moritzhof, in der Feuerwache und im Volksbad Buckau gibt es Open-Air-Kino mit wundervollen sommerlichen Filmen und ganz viel Frankreich, denn das ist nun einmal das immer noch interessanteste Kinoland überhaupt. Im Moritzhof zum Beispiel läuft, im Kinosaal, mit „Frühling in Paris“ eine filmische Sensation von und mit der erst 20-jährigen Suzanne Lindon, die eine beschwingte Liebesgeschichte zwischen einer 16-jährigen und einem 35-jährigen inszeniert hat, welche einmal den Blick der jungen Frau aufnimmt und eben nicht (nur) den des Mannes. Das ist so unkonventionell wie mitreißend inszeniert und vielleicht der ultimative Frühsommerfilm.

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