Dienstag, September 21, 2021
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Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

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Ich möchte hier regelmäßig Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.

„Superdeep“ ist ein russischer Science-Fiction-Film, der in den ausgehenden 80ern spielt. Es geht um eine Bohrstation, in welcher ein sehr tiefes Loch gebohrt wurde. In den unteren Räumen bricht nun eine Seuche aus. Oder ist es etwas ganz anderes? Die Heldin ist eine junge Ärztin und den Dreh des Films zu verraten, würde das Vergnügen verderben, einen spannenden kleinen Reißer zu sehen. Die Effekte, und davon gibt es einige, sind handgemacht und nicht am Computer erzeugt. Das macht was her, so dass sich die Anschaffung der Blu-ray lohnt. Ein wenig daneben, aber vielleicht darum gerade sehenswert ist „Jaguar lebt“ von 1979. Das sieht aus, als hätte man einen James-Bond-Film ohne Bond, aber dafür mit Kampfsport und einem Karate-Weltmeister (Joe Lewis) in der Hauptrolle drehen wollen. Dazu ein Haufen Stars wie Christopher Lee, John Huston, Bond-Bösewicht Donald Pleasance und Bond-Girl Barbara Bach, die das ganze zwar besser, aber nicht wirklich gut aussehen lassen. Dabei ahnt die Handlung schon den Clou von „Golden Eye“ vorweg und schlägt ein paar hübsche Volten, verfügt über exotische Schauplätze und ein paar Kampfsporteinlagen. Ein unausgewogener Mix, der den Geist der 70er atmet.
Fast viel wichtiger aber ist das Kino. Und wenn schon mal ein fast ganz echter Magdeburger einen Film dreht, dann muss darüber geredet werden. Gut, er wurde in Wefensleben geboren und zog erst 1990 nach Magdeburg, um es dann sieben Jahre später in Richtung Leipzig zu verlassen, aber das ist schon mal einiges. Marco Gadge ist am 1. August Gast auf dem Moritzhof, um seinen ersten langen Spielfilm vorzustellen. Der Eintritt ist frei (!!!) und ich werde mit ihm dort ein wenig über den Film plaudern. Den habe ich schon im MDR-Fernsehen loben dürfen und er ist lobenswert, denn es handelt sich um eine Komödie. „Julia muss sterben“ ist die Geschichte einer jungen Muslima, welche die Schauspielprüfung machen möchte. Dazu betäubt sie erst einmal ihren Großvater, auf den sie eigentlich aufpassen soll, und dann geht es ab. Diese feine Culture-Clash-Komödie erinnert entfernt an „Kleine Haie“ von Sönke Wortmann, ist aber sehr eigenständig und saukomisch.

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