Dienstag, September 21, 2021
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Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

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Ich möchte hier regelmäßig Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zuhause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.

Ich liebe ja Abenteuerfilme. Und wenn diese obendrein noch durch trickreiche Monsterkämpfe bereichert werden, dann verwandle ich mich gerne in einen Zwölfjährigen zurück. Jetzt ist auf Blu-Ray eine kleine Kassette mit drei Filmen erschienen: „Sindbad Märchen aus 1001 Nacht“. Diese sammelt die drei Sindbad-Filme, die von Altmeister Ray Harryhausen mit Tricks mehr als nur bereichert wurden. Vielleicht entsprechen sie nicht mehr ganz unseren heutigen Sehgewohnheiten, aber die herrlichen Stop-Motion-Tricks funktionieren auch heute immer noch. Keine 30 Euro für das Dreier-Pack ist ein guter Preis. Enthalten sind „Sindbads 7. Reise“ von 1958, der viele andere Filme inspiriert hat, denn die wunderschöne Märchengeschichte war damals wirklich neu und innovativ und vermag auch heute noch mit ihrer Naivität zu punkten, die altmodisch und zugleich verzaubernd wirkt. 1973 hieß es dann „Sindbads gefährliche Abenteuer“ und auch die funktionieren bis heute. Wieder gibt es einen bösen Zauberer, der hier mit jedem bösen Zauber weiter altert und am Ende den großen Kampf zwischen Gut und Böse, und natürlich gewinnen die Guten. Auch 1977 geht es mit „Sindbad und das Auge des Tigers“ ähnlich zu. Hier ist das Rezept vielleicht schon ein wenig abgegriffen, aber Harryhausens Kreaturen sind frisch und Prinzessinnen retten ist immer etwas schönes. Kurz, eine notwendige Anschaffung für Märchen- und Abenteuerfans.
„Falling“ ist ein wundervoller kleiner Film, bei dem Viggo Mortensen Regie geführt hat. Er spielt obendrein die Hauptrolle eines Mannes, der seinen dementen Vater zu sich holt, mit dem er sich nie verstanden hat. Denn der hatte ihn und seine Homosexualität immer abgelehnt. Dieser wird von Lance Hendriksen gespielt, denn ich lange nicht so eindrücklich habe agieren sehen. Nach so vielen Rollen in schlechten kleinen Horrorfilmen zeigt er, dass eben doch einiges mehr in ihm steckt. Man merkt Mortensen an, dass er nicht nur ein guter Schauspieler ist, sondern Schauspieler auch ebenso gut zu inszenieren weiß. Dieses kleine Melodram über Hass und Versöhnung gefällt ebenfalls durch seine Ruhe und Unaufgeregtheit.

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