Freitag, Dezember 2, 2022

Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

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In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken.

Frisch als wunderschönes Mediabook ist „Gefährliche Freundin“ erschienen. Der ist von 1986 und einer meiner persönlichen Lieblingsfilme. Der Regisseur Jonathan Demme ist ein paar Jahre später mit „Das Schweigen der Lämmer“ berühmt geworden, aber dieser hier ist auch deshalb so schön, weil er am Ende zwar zu einem Thriller wird, aber eigentlich als sehr lockere Komödie beginnt. Zwischen den beiden Hauptdarstellern Melanie Griffith und Jeff Daniels stimmt einfach die Chemie. Dazu kommt ein einzigartiger Soundtrack, der die echten Hits aus den 80ern im Gepäck hat und nicht die, von denen das einige Radiosender immerzu behaupten. Eine Femme fatale verführt einen verheirateten Yuppie und reißt ihn aus seinem gewohnten Trott, aber eigentlich ist es doch ganz anders. Das ist rasant, bunt und mit viel Liebe erzählt, und wird am Schluss noch einmal richtig spannend.

„… Und die Alpträume gehen weiter“ wird als Steven-Spielberg-Film verkauft. Das ist nicht ganz falsch, aber eigentlich handelt es sich um den Zusammenschnitt dreier Episoden der amerikanischen Mystery-Serie „Night Gallery“. Eine davon hat Spielberg tatsächlich 1969 realisiert. Das Drehbuch (auch von den anderen beiden Episoden) ist von Rod Serling, der die berühmte „Twilight Zone“ erfunden hat. Die Folgen vermögen angenehm gruselig zu unterhalten und sind nicht allzu anspruchslos, aber haben auch ein etwas zu moralisierendes Ende. Trotzdem lohnt sich ein Blick.

Und fürs Kino empfehle ich diesmal nichts, denn die Kinos haben ja bekanntermaßen alle geschlossen. Was man tun kann, das ist zum Beispiel auf die Internetseite vom Moritzhof zu gehen und dort zu schauen. Denn da gibt es allerhand zu sehen, schließlich gibt es als neues Format „Hof on Air“, welches Musik, Live-Events, Lesungen, Kabarett, Buchtipps und auch „Film verrückt“ als Videokolumne, immer donnerstags, enthält. Klug ist es auch, bei www.kino-on-demand.com nachzuschauen. Da kann man Filme streamen, die man quasi auch über den Moritzhof (oder ein anderes Lieblingskino) entleihen kann, wenn man ein wenig auf der Seite schaut. So geht man in ein virtuelles Kino und unterstützt gleichzeitig ein reales.

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