Goldschmiede verlässt das Hundertwasserhaus

Sie war Mieterin der ersten Stunde und verlässt nun das Hundertwasserhaus: die Goldschmiede Krietsch. 15 Jahre verbindet das Magdeburger Traditionsunternehmen mit dem Kulturbau am Breiten Weg.

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Die Inhaber hatten ihr Geschäft im Stile des Friedensreich Hundertwasser eingerichtet und auch entsprechenden Schmuck angeboten – von handgefertigten Gürtelschnallen bis zu den berühmten Uhren mit Motiv der Grünen Zitadelle auf dem Ziffernblatt, die nicht nur bei Touristen sehr beliebt sind. Die eigens eingerichtete Schauwerkstatt war über Jahre Besuchermagnet, ebenso Schmuckpräsentationen von Designern.

Der Weggang erfolgt nicht freiwillig, ist auf Nachfrage vom Geschäftsführer zu erfahren. Hintergrund ist vielmehr, dass vom Eigentümer der Mietvertrag nicht verlängert worden ist. „Das stimmt uns zwar traurig“, sagt Wolfgang Krietsch, immerhin habe sich das Geschäft künstlerisch immer mit dem Gebäude verbunden gefühlt, „doch in jeder Veränderung liegt immer auch eine Chance“. Die sieht der Goldschmiedemeister vor allem darin, künftig kompakter für die Kundschaft da zu sein. Anstatt in zwei Filialen das Repertoire der Firma anzubieten, gibt es ab 1.Oktober „den kompletten Service unseres Hauses auf der Halberstädter Straße 121“. Dazu gehören individuelle Schmuckanfertigungen, Trauringe, Reparaturen und Reinigung, Umbauarbeiten und Restaurierungen von Schmuck, Reparaturen von Uhren usw.

Auf Grund der künftig geringeren Platzkapazität findet ab 1. August eine Lagerberäumung in der Filiale am Breiten Weg statt, teilt Wolfgang Krietsch mit. Bis zu 25 Prozent Rabatt auf Handelsware werden angeboten, ausgenommen sind Reparaturleistungen und Auftragsarbeiten. (ab)

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