Mittwoch, Juli 28, 2021
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Harzer Festival lockt mit neuem Flair und Konzept

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Für das diesjährige Festival der Darstellenden Künste THEATERNATUR in Benneckenstein haben die Vorbereitungen begonnen. Der Kulturrevier Harz e. V. hat einiges vor, um das Gelände wie auch das Festival noch attraktiver zu machen. Die Outdoor-Anlage, direkt gegenüber dem ehemaligen Traditionslokal „Waldschlösschen“ gelegen, wurde bereits aus dem Winterschlaf geweckt und für die neue Saison hergerichtet. Die maroden Geländebebauungen der letzten Jahre sind abgetragen, es greifen neue Konzepte. So wurden drei in ansprechenden Festival-THEATERNATUR-Blautönen gestaltete mobile Container angeschafft, die derzeit aus- und umgebaut werden und erstmals Festival-Technik, -Gastronomie und Kassenbereich beherbergen werden. Sie können zukünftig das ganze Jahr für Veranstaltungen an der Waldbühne genutzt werden. Bis zum Festivalbeginn am 6. August sind weitere umfangreiche Umbau- und Ergänzungsarbeiten geplant.

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Thematisch „Queer“
Inhaltlich geht das Festival der Darstellenden Künste mit einem starken Thema und ebenso starken Motiven in die Saison. Mit „QUE(E)R DURCH DEN WALD“ fühlt es auf einen Nerv. Einen Nerv, der aktiv ist und schmerzt. Das ist notwendig, sehr sogar, sagen die Veranstalter. Viel ist von Toleranz die Rede. Diese allerdings sollte selbstverständlich sein. Identitätsbezogene Lebensweisen, welcher Formen auch immer, in Gänze zu akzeptieren, bedeutet jedoch, sie als normativ anzusehen. Und zwar so, dass diese vollständig in der Gesellschaft aufgegangen sind, nicht mehr als „anders“ wahrgenommen werden. Noch immer ist viel zu (er)klären. Das funktioniert über Verstehen und Verständnis, und damit letztlich über Kommunikation. Am besten in einer Form, die Positionen, Grenzen, Meinungen öffnet statt zu verhärten. Die spielerisch, bunt, mit einer guten Brise Humor, auch schwarzem, daherkommt. Bestens dafür geeignet sind die Darstellenden Künste. Genau deshalb widmet sich das das Festival THEATERNATUR in diesem Jahr des Themas „Queer“, schafft Räume der Kommunikation. Kunst als Mittler und Vermittler auf vielerlei Weisen, sehr bunt und mit großer Offenheit.

Warum durch den Wald?
Wie nie zuvor ist der Wald, insbesondere der Wald im Harz, Spiegel dieser „Queer“-Problematik. Ein gesunder Wald ist ein Mischwald – keine Monokultur. Ein Blick in den Harz-Wald macht sichtbar: Monokultur ist ein sterbendes Konzept, es hat ausgedient. Das Umfeld der Waldbühne, die einst mitten im Wald gelegen, hat sich verändert, rundum große Lichtungen bekommen. Der sichtbar kranke Wald zeigt beispielhaft die Bedeutung und Notwendigkeit von Vielfalt und steht symbolisch für pluralis-tische Rollen und Gesellschaften und Konzepte – auch Geschlechterrollen. Versteht man das Öffnen der Gesellschaft für weitere Geschlechterrollen als Erweiterung im Sinne von VIELFALT, vor allem aber als Bereicherung der Gesellschaft, wird diese nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen. Eine Gesellschaft kann hinzulernen, Diskussionen führen, neue Konzepte als Gewinn sehen. Auch diese Bedeutungsebene wird im diesjährigen Festival aufgegriffen und aufgezeigt. Mit einem offenen Theaterkonzept, das den gewohnten Bühnenauftritt öffnet und um verschiedenste künstlerische Darbietungsweisen ergänzt. Die Besucher erwartet auch 2021 Ensembles und Künstler/-innen aller Darstellenden Künste – Schauspiel, Musik verschiedener Genres, Performance, Tanz, Solos, Lesungen, Junges Theater. Sie alle bekommen eine Bühne – nicht nur die Waldbühne, sondern auch den Wald und weitere Aufführungsorte. Auch hier wird es spannend – und vielfältig und bunt.
Der genaue Spielplan wird erst später veröffentlicht. Eines der Kernstücke wird jedoch „Ein Sommernachtstraum“ sein. Auf Grundlage von William Shakespeares berühmter Komödie wird in Kooperation mit Artisten, Schauspielern und dem Musikkollektiv The Metafiction Cabaret eine queere Rock-Oper-Adaption auf der Waldbühne zur Uraufführung gebracht. Informationen zu Spielplätzen und Terminen folgen unter www.theaternatur.de (fh)

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