Hengstmanns Sommertheater: „FEST. 2 Der Komödie letzter Teil“

Mit großen Schritten bewegen sich die Kabarettisten Frank, Sebastian und Tobias Hengstmann auf den Höhepunkt der Sommerspielzeit zu. Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Aufgrund der Corona-Krise ist unser diesjähriges Sommertheater nur mit starken Hygiene-Auflagen möglich. Wir werden für die Zuschauer und Mitarbeiter alle vorgesehen Abstands- und Sicherheitsbestimmungen erfüllen, sodass ein bedenkenloses SommerOpenAir-Erlebnis gewährleistet ist. Gemeinsam mit den Gästen Franziska Hengstmann, Christian Karius und Heiko Herfurth und Marie Matthäus wird es während des 10. Sommer-Open-Air-Kabaretts in diesem Jahr wieder sehr klassisch. Unter dem Titel „FEST. 2 Der Komödie letzter Teil“ adaptieren die Akteure auf der Bühne vor dem Schleppdach auf dem Freigelände des Magdeburger Technikmuseums, wie im letzten Jahr, den großen Goethe. Das wohl zweitbekannteste Drama des größten deutschen Dichters wird im diesjährigen Sommerspektakel der Hengstmänner für allerlei Verballhornungen herhalten müssen. Natürlich nicht ohne einen lokalen Bezug und selbstverständlich wird auch die Landeshauptstadt Magdeburg mit all ihren aktuellen Themen nicht ausgespart. Im Gegenteil! Hier gibt es wundersame Dialoge, Entwicklungen und Figuren. Erwartungsgemäß wird das ganze Spiel wie in jedem Jahr mit musikalischen Leckerbissen gewürzt. Der Startschuss fällt am 11. Juni um 21 Uhr.

Premiere am Donnerstag, dem 06. Juni 2019 um 21 Uhr
Mit Frank, Sebastian und Tobias Hengstmann sowie Franziska Hengstmann,
Christian Karius und Heiko Herfurth
Regie: Hengstmanns, Regieassistenz: Julia Jantos

Und so sehen die Akteure ihren klassischen Stoff:
„Faust auf Faust!“ sang vor einigen Jahren Klaus Lage. Johann Wolfgang von Goethe tat vor noch mehr einigen Jahren ähnliches. Doch sang Goethe nicht, er dichtete. Den „ Faust 1“ und „ Faust 2“. Ergo „Faust auf Faust“! Doch für den „Faust 3“ blieb dem Dichterfürst nicht mehr genug Lebenszeit. Seine angeblich letzten Worte waren: „Mehr Licht!“ Und mehr nicht! Das Ensemble um die Hengstmänner hat Ehrfurcht vor der poetischen Leistung Goethes. Sie wollen den Meister der deutschen Dichtkunst keinesfalls übertreffen. So bleibt es in diesem Sommer 2020 im Technikmuseum zum Sommer- open-air Spektakel eben nur bei „Fest 2! Der Komödie letzter Teil!“ Goethe ließ den „Faust 2“ mit den Worten enden: „Ein Sumpf zieht am Gebirge hin!“ Nun haben wir in Magdeburg weder einen Sumpf noch ein Gebirge. Wir haben nur den Tunnel, unzählige Baustellen und einen gefeuerten Zoodirektor. Wir glauben „Fest“ daran, dass selbst Goethe zu diesen drei Problemen nicht mal der „Faust 2000!“ eingefallen wäre. Nur zur Erinnerung: Manni „Fest“ musste sich in der Komödie 1.Teil entscheiden zwischen Himmel und Hölle. Manni aber entschied sich für seine Stadt Magdeburg.Sicher im Hinterkopf habend: „Verweile doch, du bist so schön!“ Doch wenn es um den Kampf der Seele geht, geben eben Himmel und Hölle nicht auf. Mit viel List und ganz viel Tücke kämpfen Gott und Teufel um die arme Seele des Mannis. Ähnlich wie bei Herakles muss Manni Heldentaten vollbringen. Allerdings keine zwölf sondern nur sechs Heldentaten. Die Autoren des SommerOpenAir-Spektakels erlaubten sich eine radikale Kürzung. Sonst würde dieses Spektakel 12 Stunden dauern und einige der Zuschauer kommen auch von außerhalb und müssen mit dem Bus nach Hause. Weniger ist eben manchmal mehr. Wie dieser Komödie letzter Teil ausgeht, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Doch alle die uns kennen, könnten vermuten: GUT!!!!

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