Hochschulen können künftig auch digitale Prüfungen anbieten

Mit Blick auf die aktuellen Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie ermöglicht Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann erleichterte elektronische Prüfungen. Ende dieser Woche wird eine entsprechende Verordnung in Kraft treten, die es den Hochschulen ermöglicht, zusätzlich zu Präsenzprüfungen auch so genannte Fernklausuren unter Videoaufsicht sowie mündliche oder praktische Online-Prüfungen anzubieten.

folgt uns für weitere News

Die neue Verordnung basiert auf der Mitte Dezember 2020 beschlossenen Änderung des Hochschulgesetzes und ist in Zusammenarbeit mit den Hochschulleitungen entstanden. Sie legt beispielsweise fest, dass sich die zu Prüfenden u.a. durch einen gültigen Lichtbildausweis identifizieren. Zudem müssen Kamera und Mikrofon des genutzten Gerätes aktiviert sein, damit die Hochschule mittels Videoaufsicht Täuschungsversuche verhindern und sicherstellen kann, dass Leistungen persönlich erbracht werden. Eine Speicherung der Bild- und Tondaten ist nicht zulässig. Zudem trifft die Verordnung Regelungen zum Umgang mit etwaigen technischen Problemen sowie zum Datenschutz.

Die Teilnahme an elektronischen Prüfungen ist laut Verordnung freiwillig; so müssen die Hochschulen im Normalfall auch Präsenzprüfungen im selben Prüfungszeitraum anbieten. Ausnahmen sind bei besonderen Einschränkungen infolge einer Pandemie oder ähnlichen Krisen möglich.