Hoppla! Wir leben! Die „Magdeburger Zwickmühle“ meldet sich aus dem Homeoffice

Hoppla! Wir leben!“, rief der Satiriker Walter Mehring aus dem Untergrund in einer Zeit, in der sich das deutsche Volk noch für ein Volk hielt, das keinen Raum hätte. Heute haben die Deutschen einen Raum, in dem sie sich aufhalten können – und sie nennen ihn liebevoll „Homeoffice“.

So rufen auch derzeit die Zwickmüller „Hoppla! Wir leben!“, quasi aus dem Untergrund. Und der Grund dafür ist ein kleines Virus. Dieses kleine Biest hat es geschafft, was kein Politbüro und keine Treuhand bisher fertiggebracht haben: Die Kabaretts sind zu. Zu Nichtstun verurteilt. So auch die „Magdeburger Zwickmühle“ in der Leiterstraße 2a. Dabei wollten Marion Bach und Heike Ronniger mit ihren Musikern Christoph Deckbar und Oliver Vogt eigentlich am 24. März das neue Programm „Geld oder Hiebe“ an die Öffentlichkeit bringen. Geprobt war es schon. Nun heißt es: „Vorwärts! Und nicht vergessen!“. Die Texte. Wer Lust hat kann die beiden gerne beim Repetieren observieren in ihren Homeoffisses. Die eine in Niederndodeleben und die andere, wegen des Mindestabstandes von zwei Metern, in Leipzig.

Zu sehen sind sie über www.zwickmuehle.de zum Beispiel bei ihrer Aktion „Von Desdemona bis zu Ramona – mit aller Kraft gegen Corona“.

Und auch Hans-Günther Pölitz war nicht untätig. Ihn trieb die Frage um: Muss sie sein, oder nicht sein? Die Maskenpflicht. Das ist hier die Frage, die immer wieder an die Virologen gestellt wird. Und ich staune ja, wie viele Virologen wir in unserem Land haben. Da haben wir den bekannten Virologen, den renommierten Virologen, den anerkannten Virologen, den angesehenen Virologen, den international bekannten Virologen, den international anerkannten und renommierten Virologen… In jeder Sendung wird uns ein anderer Virologe präsentiert. Und alle Logen … also, Virologen sagen … was anderes. Nu, findense mal raus, was richtig ist. Der eine Virologe, offenbar der Vertreter der Maskenlobby, sagt: Unbedingt tragen! Ein anderer, wahrscheinlich der Vertreter des gesunden Menschenverstandes, sagt: Wie können wir denn Masken tragen müssen, die wir gar nicht haben können? Dann müssen wir uns eben welche nähen, fordert der Virologe, der als Lobbyist für die Nähmaschinenindustrie zuständig ist. Mit dem Ergebnis, dass nach dem Klopapier nun auch noch die Nähmaschinen knapp werden, oder wie?

Jetzt habe ich gelesen, dass man Schutzmasken auch mit dem 3-D-Drucker herstellen kann. Ich hab´s probiert. Offenbar muss ich mich aber bei der Programmierung vermacht haben. Herausgekommen ist das Model „Venezianischer Karneval“. Sieht zwar schick aus, hilft aber nix. Das Fehlen von Atemschutzmasken ist eindeutig eine Folge der Globalisierung: Vor der warnte ja schon der bekannte Virologe Johann Wolfgang von Goethe: Was man nicht selber herstellt, muss man sich erbetteln. … Nee, Tschuldigung, das habe ich jetzt verwechselt mit Jürgen von Manger … von Goethe erstellte die Faust-Regel: Nur was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost auch draußen tragen… oder so ähnlich. Der Virologe Kurt Tucholsky wiederum war da skeptischer und sagte: Mit so einer Maske wäre es wie mit der SPD – man glaubt damit etwas für die Gesundheit zu tun, aber man weeß jenau, damit wird et sowieso nischt. Aber genau dieser Einstellung trat unsere Bundesregierung energisch entgegen und beschaffte Atemschutzmasken im Wert von 179 Millionen Euro. Für genau diese Summe beauftragte sie die Firma Rheinmetall Munition und Zünder nach Katar zu liefern. Im Gegenzug liefert uns nun Katar die dringend benötigte Schutzkleidung. Die erste Lieferung ist bereits eingetroffen:
Im Foto sehen wir die Ärzte Dr. Dolittle, Dr. Schiwago, Dr. Kimble und Dr. Bob auf dem Weg zur Intensivstation.

Und an dieser Stelle hört der Spaß jetzt auf. Anstatt dass die Bundesregierung dafür sorgt, dass die eigene Bevölkerung die bestmögliche Schutzausrüstung bekommt, sorgt sie lieber dafür, dass andere die bestmögliche Schussausrüstung bekommen. Da verschlägt es einem doch den Atem. Aber vielleicht ist genau das der Plan: Wem der Atem stockt, der braucht auch keine Schutzmaske mehr….

Also: Schön gesund bleiben, wünschen Ihnen die Magdeburger Zwickmüller! Und bis bald. Am besten, Sie kaufen sich schon mal Gutscheine für eine der ersten wieder stattfindenden Vorstellungen im online-Shop. https://www.zwickmuehle.de/shop

Vielleicht gefällt dir auch