Freitag, September 17, 2021
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Inge erobert die Neustadt

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Dass Häuser nicht nur nach innen gerichtete Funktionen übernehmen, hat schon Friedensreich Hundertwasser mit seiner Grünen Zitadelle gezeigt. Architektur, Kunst und Umweltschutz im Einklang gab seinen Häusern eine kommunikative und lebensbejahende Außenwirkung. Aber schon vor ihm zeigte sich die Stadt zur Zeit der Magdeburger Moderne in den 1920/30iger Jahren mit innovativen und farbenfrohen Baukonzepten. Diese Traditionen neu belebt und um eine zukunftsorientierte Gestaltungsweise ergänzt, präsentiert die Wohnungsbaugenossenschaft Otto von Guericke eG ihr Projekt „DASmutigeINGE“. Der Name ist ein Wortspiel. „Mut“ steht für die polarisierende Kunst und „INGE“ für ein innovatives Gebäude, welches sich in einer einzigartigen Symbiose mitten in der Neuen Neustadt zeigt. Beton, Glas und versiegelte Flächen heizen unsere Städte auf, ausgestoßene Schadstoffe belasten die Luft, Erlebnisräume verlagern sich in die virtuelle Welt. „Unsere Stadt braucht neue Lebens- und Erlebensqualitäten. Und diese schonend zu erhalten und gleichzeitig innovativ neu zu beleben, das ist unser Anspruch“ erzählt Karin Grasse, Vorständin der WBG Otto von Guericke eG.

Auf der einen Seite von „DASmutigeINGE“ entsteht am Heizhaus des Gebäudes in der Lübecker Straße 37 erstmalig ein vertikaler Garten, eingerahmt von einem knallbunten Graffiti. Verantwortlich dafür sind die Magdeburger Gordon Motsch und Alexander Bieß von GREENCODE. „Wir sind die ers-ten, die vertikale Begrünung mit UrbanArt in dieser Form verbinden und die ersten, die eine vertikale Begrünung in Magdeburg real an die Fassade bringen. In dem Projekt „DASmutigeINGE” werden Kunst und vertikale Gärten auf noch nie dagewesene Weise verbunden. Wir freuen uns schon auf alle weiteren Projekte, die durch unsere Idee inspiriert, umgesetzt werden”, sagt Gordon Motsch. Eine begrünte Fassade bietet nicht nur neuen Lebensraum für Tiere, sie macht die Stadt auch ruhiger, weil sie Schallwellen schluckt. Verbunden mit Kunst bildet das „Reallabor“, wie es Alexander Bieß nennt, eine einzigartige Symbiose.

Auf der anderen Seite von „DASmutigeINGE“ entsteht ein 170 Quadratmeter großes Kunstwerk. Robin Zöffzig, ein Magdeburger Künstler aus der Leipziger Malschule um Neo Rauch, wird dem Stadtteil ein farbenfrohes überdimensionales Antlitz und viel Stoff für Diskussionen geben. „Ein Kunstprojekt wie „DASmutigeINGE” mit seinem vertikalen Garten, verbunden mit einem spannenden Graffiti-Motiv sowie dem riesigen Gemälde von Robin Zöffzig, wird nicht nur bei den Magdeburgern für Aufsehen sorgen, auch andere Städte werden uns darum beneiden. Aber dass es ein mutiges Projekt ist, ist uns bewusst. Ich bin gespannt auf die vielfältigen Reaktionen, die kommen werden“, erzählt Karin Grasse schmunzelnd.

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