Magdeburg reagiert schnell – Verständnis der Bürger erwartet

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Die Landeshauptstadt will mit der Schließung aller öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wirksam einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus entgegentreten. Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper glaubt, dass die meisten Bürger der Stadt den Maßnahmen mit Verständnis begegnen. Es geht darum, die Gesundheit aller zu schützen, insbesondere die der Risikogruppen, zu denen vor allem Ältere gehören.

Magdeburgs Amtsarzt Dr. Eike Hennig, informierte bei einer Pressekonferenz im Rathaus darüber, dass in der Landeshauptstadt 50 Isolierbetten zur Verfügung stehen würden. Die Anzahl der Intensivbetten in den vier Krankenhäusern der Stadt seien allerdings nur wenige. Genau diese Situation würde ihm Sorgen bereiten, wenn sich Covid-19 weiter ausbreiten würde. Aktuell gibt es 10 bestätigte Verdachtsfälle in der Stadt. Diese zehn Betroffenen hatten weiteren Kontakt zu etwa 100 bis 200 Personen. Diese werden möglichst identifiziert und sollen in häusliche Quarantäne gehen. Ein Grund zur Panik gäbe es nicht. Daher bereiten sich die Stadt und ihre Einrichtungen schon jetzt auf die 2. Phase an Sicherheitsmaßnamen für eine Pandemie ein. „Es geht darum die Infektionskette zu durchbrechen“, sagte OB Trümper. Die Stadt Magdeburg und angrenzenden Landkreise werden bei einer möglichen Versorgung intensivmedizinischen Fällen zusammenarbeiten und gegenseitig Kapazitäten zur Verfügung stellen.

In den nächsten Tagen wird aktuell über die jeweilige Lage entschieden. Am kommenden Montag wird der Erlass der Landesregierung erwartet, mit dem ein einheitliches Vorgehen in allen Verwaltungen sichergestellt wird. „Wir sind froh, dass jetzt flächendeckend alle an einem Strang ziehen und es keinen Flickenteppich im Land gibt“, so Lutz Trümper.

Von der Schließung der Kitas und Schulen sind In der Landeshauptstadt 11.000 Kinder in Kindertagesstätten so wie 8.000 Grundschüler betroffen.

Pflegeeinrichtungen sind zum Schutz ihrer Bewohner aufgerufen, die Besuche Angehöriger zu reduzieren. Es würden keine Verbote ausgesprochen, aber man appelliert an die Einsicht der Bürger. Gleiches gilt für Besuche in Krankenhäusern. (tw)