Mittwoch, Juli 28, 2021
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Magdeburger begeistert mit seinem Buchdebüt

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Der Magdeburger Nico von Cracau ist hauptberuflich im pädagogischen Bereich tätig, doch sein großes Hobby ist das Schreiben. Im Februar dieses Jahres erschien das erste Buch des 27-Jährigen unter dem Titel „Nuklearer Winter“, welches insbesondere in den sozialen Medien bereits großen Zuspruch erfuhr. Laura Geitner sprach mit ihm.

Kompakt Zeitung: Wie sind Sie auf die Idee für „Nuklearer Winter“ gekommen?
Nico von Cracau: Die Idee geisterte schon fast acht Jahre durch meinen Kopf. Ich habe damals „Fallout“ gespielt und war von diesem Postapokalypse-Spiel begeistert. Mir kam der Gedanke: Wie wäre es, ein Buch über eine Postapokalypse zu schreiben? So entstand die Idee für das Buch.
Mein einziger Vorsatz für das Jahr 2021 war es dann, das Buch zu schreiben. Pünktlich am 1. Januar habe ich mit dem Schreiben von „Nuklearer Winter“ begonnen. Ich hatte herausgefunden, dass Bücher auch im Self-Publishing herausgegeben werden können. Darin sah ich meine Chance. Diese habe ich genutzt, mein Buch veröffentlicht und festgestellt, die Geschichte hat wirklich einige Leute interessiert.

Was bedeutet es, im Self-Publishing zu veröffentlichen? Was gehört dazu?
Nachdem man sich die Story des Buches ausgedacht hat, begibt man sich auf die Suche nach einem Designer, der das Cover erstellt. Die Arbeit hat sich gelohnt, ich bin mit meinem Cover sehr zufrieden. Wichtig ist, dass man Lektorat und Korrektorat hat.
Außerdem habe ich meine engsten Vertrauten gefragt, ob sie Testleser sein möchten. Sie haben mir ganz viele tolle Hinweise gegeben und das Feedback war echt gut, besser als ich dachte. Schließlich habe ich das Buch am 24. Februar veröffentlicht, am Geburtstag meiner Mama.

„Es waren sehr harte Tage“
Wenn Sie im Januar mit dem Schreiben begonnen haben und das Buch im Februar erschienen ist, ging ja alles sehr schnell. Wie lange hat der Schreibprozess gedauert?
Das glaubt mir keiner. Ich habe am 1. Januar angefangen und das Buch war am 13. Januar fertig. 13 Tage habe ich also für das 370-seitige Buch gebraucht. Es waren allerdings auch echt harte Tage, muss ich sagen. Das Meiste, was ich an einem Tag geschrieben habe, waren 48 Seiten. Dann kam es ins Lektorat und zum Korrigieren. Wirklich veröffentlicht habe ich es am 24. Februar 2021.

Wo kann man „Nuklearer Winter“ kaufen?
Ausschließlich bei Amazon, dort gibt es „Nuklearer Winter“ als E-Book, Taschenbuch und seit kurzem sogar als Hardcover. Amazon bot mir und anderen Autoren einen Service an, bei dem man sein eigenes Buch als Hardcover-Variante verkaufen kann. Da habe ich natürlich nicht nein gesagt.

Sie haben vor kurzem ein zweites Buch herausgebracht. Erzählen Sie uns etwas darüber?
Der Titel ist „Du wirst brennen“. Darin geht es um einen alten Wasserturm, in dem Gestalten leben, die hungrig sind. Zu Beginn des Buches spielt eine Gruppe Kinder am Turm. Dann geschieht ein Unglück und dadurch kommt es dazu, dass die Kinder immer wieder zu dem Turm zurückgetrieben werden. Erschienen ist es am 22. Juni 2021. Außerdem veröffentliche ich Ende des Jahres ein Buch unter meinem richtigen Namen, mit humorvollen Kurzgeschichten. Dieses ist derzeit im Lektorat und bei Testlesern.

„Buch des Monats“
Woher bekommen Sie das Feedback für die Bücher?
Das meiste über Rezensionen bei Amazon. Darauf bin ich sehr, sehr stolz. Es gibt dort bereits 138 Rezensionen für „Nuklearer Winter“ mit Bewertungen. Großes Feedback gibt es über Instagram und Facebook, ich bekomme Rezensionen oder Nachrichten. Das sind wirklich viele. Es kommt auch vor, dass mal nicht so schöne Rezensionen dabei sind. Am Anfang haben schlechte Bewertungen ein bisschen an mir genagt, aber inzwischen sage ich mir: Es kann halt nicht jedem gefallen.
„Nuklearer Winter“ ist „Buch des Monats April“ geworden auf der Seite „Kind of Books“, einem großen Anbieter für E-Books. Darüber habe ich mich sehr gefreut, weil dort viele andere Self-Publisher vertreten sind, aber auch Bücher von kleineren und sogar größeren Verlagen, wie Heyne oder Piper. Dass mein kleines Buch sich gegen diese starke Konkurrenz durchgesetzt hat, hat mich sehr gefreut und war das bisher stärkste Feedback.

Ihr Pseudonym Nico von Cracau – ist Cracau auf den Magdeburger Stadtteil bezogen?
Ja ist es. In Cracau lebe ist seit 27 Jahren, bin hier geboren und hier es gefällt mir sehr.

Also ist Magdeburg-Cracau Ihr Lieblingsort?
Kann man so sagen. Was mir an Cracau explizit gefällt, ist diese Ausgeglichenheit. Die vielen gesellschaftlichen Schichten, und irgendwie kennt sich jeder. Generell an Magdeburg mag ich das viele Grün. In Cracau habe ich jahrelang Fußball gespielt. Das Stadion ist nah dran. Ich möchte hier nicht weg, nicht mal im Urlaub. Es ist einfach meine Heimat.

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