Moderne Seniorenwohnanlage in der Bundschuhstraße entsteht im Expresstempo

Wobau und ASB Magdeburg feiern Richtfest für Neubau mit 38 Wohnungen im Quartier Friedenshöhe. Modulbau wurde in Raster eines früheren DDR-Wohnblocks gesetzt

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Richtfest für eine moderne Seniorenwohnanlage in Magdeburg-Sudenburg: Das Gebäude in der Bundschuhstraße im Wohnquartier Friedenshöhe ist im Rohbau ein knappes halbes Jahr nach der Grundsteinlegung bereits fertiggestellt worden, sodass ihm jetzt der symbolische Richtkranz aufgesetzt werden konnte. Aufgrund der Corona-Pandemie mussten die städtische Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH (Wobau) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Magdeburg e.V. als Projektpartner allerdings auf eine Feier verzichten.

Gute Nachrichten hatte Marco Pfeiffer als Verantwortlicher des mit dem Bau beauftragten Unternehmens Strabag: „Wir liegen voll im Zeitplan und beginnen jetzt mit dem Innenausbau.“ Komplett fertiggestellt werden soll das Objekt mit 38 barrierefreien Wohnungen im Sommer 2021. „Im Mai starten wir zuvor noch mit der Herstellung der Außenanlagen“, sagte Pfeiffer.

Das Bauprojekt ist in mehrfacher Hinsicht ein außergewöhnliches. So wurde das Mehrfamilienhaus in Modulbauweise mit industriell vorgefertigten Bauteilen errichtet und damit auf vergleichbare Weise wie die Plattenbauten zu DDR-Zeiten, von denen auch zahlreiche noch heute auf der Friedenshöhe stehen.

Der Neubau wurde außerdem exakt auf das Grundraster eines solchen Wohnblocks gesetzt, der in der Bundschuhstraße vor einiger Zeit abgerissen worden war. Wobau-Geschäftsführer Peter Lackner: „Damit sparen wir teure Erschließungsarbeiten und können kostengünstig hochwertigen Wohnraum schaffen, der für die breite Bevölkerung bezahlbar ist.“

Die neu entwickelten Module ermöglichten „eine völlig neue Grundrisskonzeption mit einem hohen Maß an Funktionalität und Ästhetik. Wir bauen energie¬effizient und komplett barrierefrei“, sagte Lackner außerdem. Das Projekt in der Bundschuhstraße habe Modellcharakter und könnte in Zukunft Blaupause für weitere Typenbauten der modernen Art für alle Generationen sein.

Weitere Besonderheit: Der ASB selbst wird künftig als Vermieter der Wohnanlage fungieren. „Die Mieter*innen können nach Bedarf Betreuungsleistungen in Anspruch nehmen und individuell vereinbaren. Anliegen ist es, Menschen bis ins hohe Alter ein selbstständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen“, erklärte Oliver Müller, Vorstandsvorsitzender des ASB Magdeburg: „Wir sind froh, neben unserem Bestand an der Florian-Geyer-Straße und im Ottersleber Birnengarten im nächsten Jahr 38 zusätzliche Senioren-Wohnungen anbieten zu können. Schon jetzt gibt es Wartelisten, aber auch noch freie Wohnungen, für die man sich vormerken lassen kann“, sagte Müller weiter.

Nun fiebern alle Projektbeteiligten der Fertigstellung und dem Einzug der ersten Mieter*innen entgegen. Dann kann hoffentlich auch in der Bundschuhstraße wieder mit großem Rummel gefeiert werden.

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