Donnerstag, Januar 20, 2022
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“My Fair Lady” lässt Platz zum Träumen

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Seit November präsentiert das Theater Magdeburg den Musical-Klassiker „My Fair Lady“ mit der Musik von Frederick Loewe unter der musikalischen Leitung von Justus Teenie. Dabei überzeugt die Magdeburgische Philharmonie ab der ersten Sekunde und lädt die Zuschauer auf eine Reise durch die bekannten Songs des Stückes ein. In den Hauptrollen verkörpert Anna Preckeler das Blumenmädchen Eliza Doolittle und Schauspieldirektor Tim Kramer den Phonetik-Professor Henry Higgins. Unter der Regie von Erik Petersen ist ein unterhaltsames Stück für Jung & Alt entstanden.

Die Geschichte von Eliza Doolittle ist eines der bekanntesten und meistgespielten klassischen Musicals aller Zeiten und obwohl das Stück bereits 1956 in New York uraufgeführt wurde, hat es bis heute eine große gesellschaftliche Relevanz:
In den Gassen Londons treffen der Sprachforscher Henry Higgins und sein Freund Oberst Pickelring auf das Blumenmädchen Eliza, welche durch ihren vulgären Dialekt die Aufmerksamkeit der beiden Männer auf sich zieht. Higgins ist der Ansicht, dass allein die Sprache den Menschen verbessern kann und schließt eine Wette mit Oberst Pickering ab: In nur sechs Wochen will er aus Eliza Doolittle eine Lady machen. Im Gegenzug verspricht er dem jungen Fräulein eine rosige Zukunft und die Erfüllung ihres Traumes von einem eigenen Blumenladen. In den darauffolgenden Wochen beginnt für beide eine harte Zeit, geprägt von Sprachübungen und viel Verzweiflung. Der exzentrische Professor Higgins verliert dabei oft die Geduld mit Eliza und lässt sie das auch verbal spüren. Die Wortgefechte zwischen Henry Higgins und Eliza bringen das Publikum zeitweilig zum Schmunzeln und spiegeln die Beziehungen zwischen Mann und Frau wider. Mit dem Zungenbrecher „Es grünt so grün“ erzielt Eliza dann ihre ersten Fortschritte und das Sprachtraining von Higgins zeigt Erfolge. Ob Higgins am Ende seine Wette gewinnt, verraten wir an dieser Stelle noch nicht.

Beide Hauptfiguren durchleben im Stück eine spürbare Verwandlung. Sogleich Professor Higgins als ewiger Junggeselle die Ehe als unnütz betrachtet und nicht viel Wert auf Frauen in seinem Leben legt, zeigt er im Laufe des Musicals immer mehr Emotionen und sieht sich mit seinen Gefühlen konfrontiert. Auch Eliza entwickelt sich vom einfachen Blumenmädchen zu einer emanzipierten und willensstarken Lady, die genau weiß, was sie will. Die Konfrontation der beiden Charaktere und ihrer Wertvorstellungen erinnert den einen oder anderen Zuschauer ganz sicher an das eigene Leben. Besonders das etwas unverhoffte Ende des Musicalstückes lässt viel Platz und Raum für Träume und eigene Gedanken über die Zukunft von Eliza und Professor Higgins offen.

Gesanglich und schauspielerisch bietet „My Fair Lady“ ein breites musikalisches Repertoire und überzeugt das Publikum mit Tanzeinlagen und stimmungsvollen Solo-Einlagen. Besonders der Opernchor des Theater Magdeburgs und die Magdeburgische Philharmonie lassen die Opernbühne beben. Jeder einzelne Schauspieler trägt dazu bei, dass das Gesamtstück zu einem Meisterwerk wird. Sehr kurzweilig und unterhaltsam lädt das Musical die Zuschauer für einen Abend zum Träumen ein und lässt die Sorgen jedes Einzelnen vergessen. Kurzum, das Musical ist ein Erlebnis für die ganze Familie!

„My Fair Lady“ startet im neuen Jahr ab dem 8. Januar mit weiteren Abendvorstellungen unter 2G+ Regelungen. Karten erhalten Sie an allen bekannten Vorverkaufsstellen des Theater Magdeburgs und im Internet. | Theresa Stelzer

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