Dienstag, November 29, 2022

negativ-dekadent. Punk in der DDR – eine Buchpräsentation

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Gerade die Jugend galt in der DDR als Hoffnungsträgerin und Heranwachsende sollten zu „sozialistischen Persönlichkeiten“ herangebildet werden. Suspekt waren dagegen westliche Subkulturen wie der Punk. Der Geschichte dieser besonders provokativen Gegenkultur gehen Autorin Anne Hahn und Autor Frank Willmann in ihrem jüngsten Buch „`negativ-dekadent`. Punk in der DDR“ auf den Grund, das sie am Donnerstag, 13. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek öffentlich vorstellen.

Als Punk um das Jahr 1980 in der DDR ankam, verunsicherte er nicht nur die sogenannten Staatsorgane, sondern brachte auch durchschnittliche Bürgerinnen und Bürger mitunter zur Weißglut. Anne Hahn und Frank Willmann lassen in ihrer umfassenden Dokumentation mit vielen Texten und Fotos die DDR-Variante des Punk, der es um Freiräume und Freiheit ging, samt Lifestyle und Musik wieder auferstehen. Der Blick der beiden geht dabei ins Detail, denn von Stadt zu Stadt und selbst auf abseitigen Dörfern entstanden jeweils unterschiedliche Szenen mit vielfältigen Protagonisten und Eigenheiten. Der Sammelband fängt diese Vielstimmigkeit ein und lässt Stories neben Anekdoten stehen, sachliche Analysen neben ganz persönlichen Reflektionen. Einige der Texte sind bereits in vergriffenen Publikationen erschienen, andere wurden extra für dieses Buch verfasst, u.a. von dem vielfach ausgezeichneten Autor Peter Wawerzinek.

Gemeinsam mit der Stadtbibliothek laden die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt und die Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt am Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr alle interessierten Gäste zur Buchvorstellung von „`negativ-dekadent`. Punk in der DDR“ mit Anne Hahn und Frank Willmann in die Stadtbibliothek im Breiten Weg ein. Der Eintritt ist frei.

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