Samstag, Oktober 16, 2021
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Notwendige Baumfällungen in der Cracauer Straße

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Im Zuge der Arbeiten für den Ersatzneubau Strombrückenzug müssen in der Cracauer Straße zwischen Zuckerbusch und Lassallestraße außerplanmäßig 10 Bäume gefällt werden. An dieser Stelle wird die Cracauer Straße an die neue Verkehrsanlage Heumarkt angebunden. Die Begutachtung des Ist-Zustandes der dortigen Bestandsmedien mithilfe mehrerer Suchschachtungen ergab, dass die notwendigen Arbeiten eine Fällung der Bäume unumgänglich macht. Als Ersatz sollen an gleicher Stelle 24 neue Bäume gepflanzt werden.

Der in diesem Abschnitt neu entstehende Straßenkörper mit Fahrspuren, Gleiskörper und Geh-/Radweg wird frostsicher bis zu einer Tiefe von rund 180 cm ausgebaut und zahlreiche Medien müssen um- bzw. neuverlegt werden. Darunter sind die Medien im Zuge des Neubaus der Bahnstromanlage, der Beschilderung, der Lichtsignalanlage und der Anlagen der öffentlichen Beleuchtung sowie der Neubau der Haltestelle in der Cracauer Straße nebst zahlreichen Einbauten und Ausstattungselementen.

Die hohe Mediendichte würde einen erheblichen, aber unvermeidbaren Eingriff in die geschützten Wurzelbereiche der Bäume bedeuten, d. h. die zu verlegenden Medien wären zu nah an den Bestandsbäumen. Werden bei den Arbeiten – was auch bei allen Vorsichtsmaßnahmen passieren kann – die Feinwurzeln der Bäume beschädigt, kann das in der Folge bis zum Verlust des Baumes führen.

In Abstimmung mit dem Umweltamt, der unteren Naturschutzbehörde, dem Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe sowie den Medienträgern, dem Baubetrieb und Planern wurde daher eine Neuaufteilung des Bauraumes beschlossen. Die Medientrassen werden so angeordnet, dass der notwendige Raum für Baumneupflanzungen geschaffen werden kann.

Es werden Baumarten ausgewählt, deren Kronen mehr Abstand zu den Gebäuden zulassen. So sind die derzeit dort befindlichen Hainbuchen sehr nah an die Häuserfassaden gewachsen. Ein weiteres Problem der stadtauswärtigen Baumreihe ist, dass sie direkt auf eine Trinkwasserleitung gebaut wurde, was im Havariefall ein Problem darstellen kann. Darüber hinaus sind im Pflasterbereich Ausbeulungen aufgrund des Wurzelwachstums erkennbar.

Neben dem Ersatz des Baumbestandes werden 14 zusätzliche Bäume in den Straßenabschnitt gepflanzt. Für die 24 Neupflanzungen sind Baumquartiere nach neustem Stand der Technik vorgesehen, wobei das anfallende salzfreie Oberflächenwasser der Gehwege für die Bewässerung der Baumstandorte genutzt wird. Derzeit laufen Abstimmungen mit der ausführenden Firma und einer Baumschule zur Festlegung einer säulenförmigen Baumart.

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