Ordnungsamt zieht Bilanz: Zahl der geahndeten Verstöße steigt weiter

Ordnungsamt zieht Bilanz: Zahl der geahndeten Verstöße steigt weiter. Über 3.000 Ordnungswidrigkeiten mehr als 2018 und Bilanz 1. Jahr E-Bike-Staffel

2019 haben die Dienstkräfte des Magdeburger Ordnungsamtes fast 145.000 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung festgestellt. Damit hat sich die Zahl der Vergehen seit 2017 kontinuierlich erhöht und zwar um mehr als 26.000 Delikte. Besonders häufig wurden Verwarngelder für das Parken ohne Parkschein ausgestellt. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der Landeshauptstadt im Bereich der Verkehrsüberwachung auf fast 2,5 Millionen Euro. Das sind rund 174.000 Euro mehr als 2018.

Knapp 37.000 Verstöße hat die Stadtverwaltung 2019 allein für das Parken ohne Parkschein erfasst – die Anzahl der Bescheide hat sich also gegenüber 2017 um 7.252 deutlich erhöht (siehe Tabelle im Anhang). Das Ziel einer intensiven Parkraumbewirtschaftung wurde somit erfüllt. Auch die Anzahl der Verwarn- und Bußgelder für zu schnelles Fahren hat sich 2019 gegenüber den zwei Vorjahren erhöht: So registrierte die Magdeburger Verkehrsüberwachung im fließenden Verkehr insgesamt 56.180 Delikte, für die sie Verwarn- und Bußgelder ausstellte. 2018 waren es noch 54.437 und 2017 lediglich 40.646.

Die Anzahl der Abschleppvorgänge hat sich nach einem leichten Rückgang im Jahr 2018 ebenfalls wieder merklich erhöht: von 293 auf 376. Die häufigsten Abschleppgründe waren dabei das Parken auf Behinderten- und Elektroparkplätzen sowie im Absoluten Haltverbot. In den Stadtteilen Altstadt, Stadtfeld Ost, Sudenburg, Neue Neustadt und Cracau wurde häufig abgeschleppt. Die Top Drei waren dabei die Straßen Breiter Weg (Lieferzone), Ernst-Reuter-Allee (Elektroparkplatz) und Jakobstraße (Behindertenparkplatz während des Weihnachtsmarkts).

E-Bike-Staffel zur Verkehrsüberwachung

Seit Mai 2019 hat das Ordnungsamt eine “E-Bike-Staffel” im Einsatz, in der fünf Mitarbeitende unterwegs sind, denen abwechselnd zwei Elektro-Fahrräder zur Verfügung stehen. Diese hat in knapp neun Monaten bei einer Einsatzzeit von 4 – 8 Stunden an zwei bis drei Tagen in der Woche 983 Verstöße festgestellt. Davon entfallen allerdings lediglich 18 Missachtungen auf Radwegen – obwohl diese von der Elektrofahrrad-Staffel schwerpunktmäßig befahren wurden. Dieses Ergebnis steht im Widerspruch der öffentlichen Wahrnehmung, dass Fahrradstreifen sehr oft durch falsch parkende Autos behindert würden. Dementsprechend hat das Ordnungsamt der Landeshauptstadt den Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) um eine gemeinsame Auswertung der Ergebnisse gebeten, um die zukünftige Vorgehensweise abzustimmen. Eine Reaktion des ADFC blieb jedoch trotz mehrmaliger Nachfrage bislang aus.

Die E-Bike-Staffel wird nun zum 1. April 2020 in Kooperation mit dem Polizeirevier in die neue Stadtwache integriert und soll sich unter anderem mit den Schwerpunktaufgaben “Fahrrad und Radwege” sowie “Elektromobilität” befassen.

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