Samstag, Oktober 16, 2021
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Salongeflüster: Frisurenideen

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Wort-Coiffeur Lars Johansen | Wir alle wissen, am 26. September ist eine neue Frisur fällig. Die Haare sitzen nicht mehr so richtig. Und nun sollen wir eine neue wählen. Also, Sie wählen und ich schneide dann das, was Sie gewählt haben. Jetzt hängen ja die neuen Frisurenvorschläge an den Laternenpfählen der Stadt herum und Sie können sich daran orientieren. Das erste Problem ist dabei, dass hier nur Männer hängen. Es gibt zwar auch ab und an mal eine Frau dazwischen, aber die hat wohl nicht ganz so große Chancen. Damit sind natürlich die Herren eindeutig im Vorteil und für Damenfrisuren sieht es sehr ungünstig aus. Längere Haare gibt es nirgends und hier und da mischt sich auch mal ein Bart da-runter. Das sah seinerzeit bei Conchita Wurst gar nicht mal schlecht aus, aber die meisten Frauen weisen das Angebot eines gepflegten Bartes brüsk zurück. Ich kann das sehr gut verstehen und will ihn niemandem aufzwingen. Alle Kandidaten sind irgendwie für das Klima und gegen Armut. Die einen wollen die Steuern erhöhen, die anderen auf keinen Fall, die einen wollen die Reichen mehr belasten, die anderen alle entlasten. Alle sind für die Umwelt. Das ist so beruhigend, denn sonst wäre das dumm für die Umwelt. Aber die Wirtschaft darf keinesfalls leiden. Als ob die je gelitten hätte. Es ist wie ein Frisurenangebot mit Haarewaschen, aber ohne Wasser. Und danach wird geföhnt, aber nicht mit Strom oder nur mit Ökostrom und vegan. Und sozialverträglich. Und eigentlich könnte man sich die wasserlos gewaschenen Haare auch an der frischen Luft trocknen lassen, schließlich ist das Klima so warm wie nie. Das will auch keiner leugnen. Aber man wird doch noch mal fragen dürfen.
Ach ja, die Blauen hängen zwar einen zum Wählen, aber den haben sie längst rausgeschmissen. Wer dessen Haare wählt, kriegt darum auch nur eine Glatze. Und wer will die schon. Gerade als Frau wirkt das oft eher ungünstig, aber wenigstens hat man keinen Spliss. Manche Frisuren sind so mit Gel verschmiert, dass sie extrem ölig wirken. Wer ölig genug ist, kann aber auch nicht so schnell auf eine Position festgelegt werden, denn er vermag überall rauszuglitschen und so auch in den Bundestag reinzurutschen. Eine gewisse Schmierigkeit kann sich also durchaus als hilfreich erweisen. Aber das steht natürlich nicht jedem. Also überlegen Sie sich genau, was Sie sich schneiden lassen. Denn ohne ausreichende Ölvorräte überstehen Sie sonst nicht die Legislaturperiode. Und die Ölpreise sollen bekanntlich steigen.
In diesem Sinne: Der Nächste bitte.

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