Mittwoch, September 28, 2022
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Scharfe Sprüche: In Machdeburch stimmt´s einfach

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Leute, mir haut’s derzeit glatt die Würste vom Grill. Der Club wird Meister und spielt wieder in der zweiten Bundesliga. Ich tüftele schon daran, wie ich die Pommes Rot-Weiß in Blau-Weiß ändern kann. Irgendwann kriege ich das hin, aber spätestens wenn der FCM in der zweiten Liga oben anklopft. Die Handballer machen mir gerade genauso viel Freude wie die Fußakrobaten. Und über allem will Intel nun noch ein paar Millarden Euro über der Stadt ausschütten und Halbleiter produzieren. Hand aufs Herz, Chips gibt’s bei mir natürlich auch vom Feinsten.

Ich gehöre ja der Generation an, die noch weit über 30 Jahre Auf und Ab in der Standgeschichte überblicken kann. Man nennt das die Gnade der frühen Geburt. 50.000 Menschen haben Machdeburch den Rü-cken gekehrt. Tausende Arbeitsplätze gingen flöten, und es sei an die ruß-düsteren Fassaden am Hassel erinnert. Mein Machdeburch, du hast dich in den vergangenen 20 Jahren ganz schon gemausert. Nun fällt dieses ganze Glück vom Himmel. Man möchte es noch gar nicht recht wahrhaben. Ich will es mal mit ein paar deutlichen Wirts-Worten herausposaunen: Hier ist gar nichts vom Himmel gefallen, sondern der tägliche Fleiß von allen, die an ihrem Platz keine Däumchen gedreht haben, sind die Puzzleteile dieser Entwicklung. Nicht den Kopf in den Sand stecken, nicht immer nur an allem herummeckern, nicht labern, sondern machen.

Ich bin gespannt, ob in zwei Wochen die erste Frau als Stadtregentin ins Rathaus einzieht. Die Wähler zur OB-Wahl haben dafür den Weg freigemacht. Seht Ihr das auch so wie ich, dass hier eine Menge in Bewegung geraten ist? Wenn wir so weitermachen und ich in 30 Jahren auf die Neunzig zugehe, wird die Stadt wohl kaum wiederzuerkennen sein.
Bei all der Euphorie bleibt aber dennoch eine bittere Pille: Da wütet in der Ukraine weiter der Krieg, die Energiepreise klettern weiter. Übrigens falls Ihr es nicht wissen solltet, auf dem amerikanischen und asiatischen Kontinent gibt es keine Energiepreisexplosion. Wir haben also stets auch ein paar hausgemachte Problemchen, unter denen vor allem jene leiden, die täglich fleißig ihren Job tun. Das ist die Krux oder die andere Seite der Medaille, dass die wirklich Schuftenden immer auch die Gelackmeierten sind. Okay, genug der dystopischen Rede, jetzt lassen wir uns den Hand- und Fußball zu Kopf steigen und ich träume von Pommes Blau-Weiß. Aber zuerst müsst Ihr die rot-weiße Beigabe wegessen, damit ich etwas Neues anrühren kann. Aufgeschwungen und hergekommen – gemeinsam schaffen wir das. Dass ich das noch einmal sagen würde? In Machdeburch stimmt’s einfach.

Bis gleich, Euer Olaf vom Hassel.

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