Scharfe Sprüche: Wenn Würstchen Währung wären

Unter einer Pandemie kann man die Wirtschaft in weiten Teilen herunterfahren. Das haben wir unter Covid-19 gelernt. Es geht dabei natürlich völlig zu Recht um den Schutz von Leben und Gesundheit. Die Muttis und Vatis aus der Bundes- und den Landesregierungen haben mit größter Fürsorge agiert und Einbußen betroffener Unternehmen und Solo-Selbstständiger mit ei-nem Finanz-Füllhorn aus der Geldererfindungsmaschinerie überschüttet. Vielleicht bekamen nicht alle einen Goldregen und andere wiederum zu viel davon. Wie wir wissen, ist Geld ja immer ungerecht verteilt und sammelt sich bei solchen, die reichlich davon gebunkert haben.

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Viel Masse hat eben eine größere Anziehungskraft. Das verstehe ich gut. So haben wir es im Physikunterricht gelernt. Was ich weniger verstehe, ist, warum nun ständig von Wiederaufbau die Rede ist. Was wieder aufgebaut werden soll, muss vorher zerstört worden sein. Bedeutet die Vokabel also ein Schuldeingeständnis am Zerstörungswillen Regierender? Das Virus war es jedenfalls nicht, dass viele Firmen auf die Intensivstation zur Therapie gegen Insolvenz-Infektion brachte. In einem bin ich allerdings sehr skeptisch, nämlich, dass die Streicheleinheiten der Politik mit Rettungspaketen aus den Schuldentürmen herausführen würde. Ganz im Gegenteil, die gigantische Gelddauerdruckmaschine ist weder von den nationalen noch von den europäischen Gesetzen gedeckt. Ich sage Euch, was wirklich wächst, ist der Glaube, dass Mütterchen Politik und Väterchen Staat alles lösen könnten, und dass man lammfromm am Hüfchen auf einen guten Weg geführt werden würde.

Also, ich wäre für die Einführung einer Würstchenwährung. Wenn man mit Geld schon so viel herbeizaubern kann, wie es gemeinhin erzählt wird, geht das auch mit einer Fleischmischung im Darm. Und weitere Vorteile liegen auf der Hand: Die Währung selbst würde schon satt machen. Ich weiß gar nicht, wer den scheinheiligen Satz erfunden hat, man könnte den Hunger auf der Welt mit Geld bekämpfen. Das macht man mit Lebensmitteln. Würstchengeld hätte sogar den Vorzug, dass man Politiker nicht so einfach schmieren könnte. Versucht mal ein paar Tausende Würste wegzuschleppen. Außerdem nutzte es wegen der Verderblichkeit nichts, riesige Wurstberge anzuhäufen. Geld verdirbt den Charakter – Würste verderben schon vorher. Das ist jedenfalls meine Wurst-Geld-Theorie. Am besten probiert Ihr selbst davon. Also bis gleich, Euer Olaf vom Hassel.

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