Freitag, September 17, 2021
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Scharfe Sprüche: Würste sind krisensicher

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Aus dem Krisenmodus kommen wir nie wieder heraus. Herr Gott nochmal, in wie vielen Krisen steckte die Menschheit schon? Rohstoff-Krisen und Finanzkrisen, Wirtschaftskrisen sind doch eigentlich immer, Arbeitsmarktkrisen, Corona- oder Flüchtlingskrisen. Dann noch die Klimakrise und die permanente Migrationskrise. Die große Energiekrise sage ich Euch schon einmal voraus. Eine Mobilitätskrise kommt gewiss. Die Wohnungspreiskrise ist auch allgegenwärtig, Euro- oder Dollar-Krisen oder andere Währungsflauten werden doch regelmäßig aus den Börsen beschworen. Auch die Krise der Demokratie darf nicht vergessen werden. Indes hielten sich Regierungskrisen unter unserer Kanzlerin Angela in Grenzen.

Also kurz und gut – wir sind doch ständig im Krisenmodus. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob das wirklich ausschließlich ein neuzeitliches Phänomen ist, oder ob solche gesellschaftlichen Einbrüche nicht schon immer den Menschen zu schaffen machten. Denken wir bloß an die fürchterlichen Kriegsereignisse im vergangenen Jahrhundert, an Zerstörung und die Verbrechen der Nazis. Das waren Krisen. Offenbar gehört es zu den menschlichen Eigenarten, dass jedes hereinbrechende Ereignis stets schlimmer bewertet werden muss als ein anderes aus Vorzeiten.

Mit welcher verbaler Aufregung und sprachlicher Zuspitzung wir es auf Bildschirmen, in Kommentarspalten, in Medien oder in privaten Äußerungen zu tun haben – das geht doch auf keine Würstchenhaut. Apropos Würstchen. Ist Euch bei all den Krisen schon einmal aufgefallen, dass diese Dinger im Darm total krisenfest sind. Außer natürlich bei VW in Wolfsburg. Dort hat man ja die Currywurst aus der Betriebskantine verbannt. Okay. Wundern tut’s mich wenig. Bei den Entscheidungen, die in der jüngeren Geschichte über den Volkswagen-Achsen getroffen wurden, kann man nur den Kopf schütteln. Stellvertretend seien die Stichworte „Abschalteinrichtung“ und „Dieselskandal“ genannt. Also nochmal: eine Currywurst und eine Leckereieinrichtung, in der diese angebrutzelt wird, sind Orte wirtschaftlicher und sozialer Stabilität, Lokalitäten der Freundlichkeit, Anti-Hunger-Anstalten sowie Gemeinschaftsareale höchstmöglicher Fröhlichkeit. Da ist jeder Job sicher und mich als Bonus-Bespaßer am Arbeitsplatz gibt es noch gratis obendrauf. Na klar kann man auch etwas anderes machen als Würstchen verkaufen. Aber glaubt mir, das funktioniert nur, wenn man total empathielos, träge und mit Einfalt bewaffnet ist. Glaubt Ihr wieder nicht? Anrufen, Termin machen, loslegen. Mit Olaf ist zu jeder Zeit gut Würstchen essen. Hier schmeckt die Arbeit noch. Garantiert krisensicher.
Bis gleich, Euer Olaf vom Hassel.

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