Schnellere Ansteckung mit Covid-19 im Familienkreis in Magdeburg

Bei der Pressekonferenz vom 19. Februar 2021 berichteten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, Amtsarzt Dr. Eike Hennig und die Beigeordnete Simone Borris über die aktuelle Lage in Magdeburg.

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Besonders Kindertagesstätten sind betroffen

Zu Beginn informierte Dr. Hennig über die aktuelle Inzidenzentwicklung in Magdeburg. Die Lage ist immer noch ernstzunehmend, auch wenn in den letzten Tagen der Wert etwas rückläufig schien, kommen täglich neue Infektionen dazu. Er betonte zudem, dass die Infektionen sich deutlich schneller im Familienkreis verbreiten. So infizierten sich in den letzten Wochen vermehrt ganze Familien innerhalb kürzester Zeit. Besonders Kindertagesstätten sind betroffen und mussten teilweise gänzlich geschlossen werden. Die britische Mutation konnte in Magdeburg bis dato 26 Mal nachgewiesen werden. Bei künftigen Abstrichen wird im Labor zudem automatisch auf Mutationen getestet.

Schutzmaßnahmen weiterhin wichtig!

Dr. Hennig appellierte noch einmal an die Magdeburger, die persönlichen Schutzmaßnahmen einzuhalten und sich weiter an die Regelungen zu halten. Es sei nicht absehbar, wie schnell sich das britische Virus in der Landeshauptstadt verbreiten wird.

Jegliche Kritik an Astra Zeneca wies der Amtsarzt zurück und betonte, dass jeder Impfstoff die gleiche Wirkung mit sich bringt und Nebenwirkung nach einer Impfung immer auftreten können.

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper betonte, dass er die Einführung des Schnelltests in den privaten Gebrauch für sehr sinnvoll und notwendig hält. So könne man weitere Kontakte und Ansteckungen vermeiden, eine Selbstverletzung aufgrund des Tests hält er für unwahrscheinlich.

Short Lists für Impfstoff Überschuss

Simone Borris informierte darüber, dass überschüssiger Impfstoff zukünftig über Short Lists verteilt wird. Impfberechtigte Personen können sich auf diesen Listen eintragen und werden dann – bei Impfstoff Überschuss – informiert und müssen sich innerhalb von 30min an der Impfstelle einfinden.

Sie betonte zudem, dass die Stadt sich weiterhin strikt an die Impfverordnung hält und nicht davon abweichen wird. Die Terminvergabe erfolgt weiterhin über das städtische Online System, welches Terminänderungen, Verschiebungen und die Vergabe der Zweitimpftermine ermöglicht. Bürger sollen sich primär über dieses System informieren und anmelden.

Nach Angaben von Frau Borris wird medizinisches Personal künftig auch samstags mit dem Impfstoff Astra Zeneca geimpft. Somit kann der Mittwoch wieder in die freie Terminvergabe aufgenommen werden. (ts)